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„Wärme-Wandler“: LINZ AG startet in ein neues Zeitalter der Fernwärmeerzeugung

Linz ist "Fernwärmehauptstadt"

24. März 2026
in Freizeit, Klima, Linz
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Mit dem Großprojekt Wärme-Wandler setzt die LINZ AG ein klares Zeichen für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und technologische Innovation. Die neue Anlage soll ab 2029 die Energiebilanz der Linzer Fernwärme revolutionieren – und macht aus dem traditionellen Kraftwerksstandort Linz-Mitte einen zukunftsfähigen Energiepark.

Die LINZ AG läutet mit dem Projekt Wärme-Wandler einen entscheidenden Wendepunkt in der Fernwärmeerzeugung ein. Mit Österreichs größter Anlage dieser Art will das Unternehmen das Verhältnis zwischen fossilen und klimaneutralen Energieträgern umkehren: Künftig sollen 60 Prozent der Linzer Fernwärme aus erneuerbaren Quellen stammen, nur noch 40 Prozent aus Erdgas.

Bei der Pressekonferenz im LINZ AG Center in Linz präsentierten Bürgermeister Dietmar Prammer, Generaldirektor Erich Haider sowie Vorstandsdirektor Josef Siligan das Großprojekt „Wärme-Wandler“. Vorgestellt wurden der aktuelle Projektstatus sowie die Bedeutung des Projekts für die Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung und die Transformation des Kraftwerksstandorts Linz-Mitte. (Foto: Linz AG)

„Mit einer einzigen Energieeffizienz-Maßnahme drehen wir das Verhältnis von fossilen zu klimaneutralen Energieträgern in der Fernwärmeerzeugung“, sagt LINZ AG-Generaldirektor Erich Haider. „Der Wärme-Wandler ist eine zukunftsfähige Anlage, die unsere Fernwärmeerzeugung bedeutend unabhängiger von Erdgas macht und ein starkes Signal für die Lebensqualität kommender Generationen.“

Das Investitionsvolumen des Projekts beträgt rund 75 Millionen Euro, die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant. Die Anlage wird im laufenden Betrieb am Standort Energiepark Linz-Mitte errichtet – eine technische und logistische Herausforderung, an der mehr als zehn Geschäftsbereiche der LINZ AG beteiligt sind. Als Generalplanerin wurde die ARGE Wärmewandler, bestehend aus den Firmen ENRAG, ENERTEC, NCE Consulting Engineers sowie Kroh und Partner, beauftragt.

Innovation durch Abwärmenutzung
Das technische Konzept kombiniert Rauchgaskondensation und Großwärmepumpen. Dabei wird bisher ungenutzte Restabwärme aus dem Biomasse- und Reststoffheizkraftwerk in wertvolle Fernwärme umgewandelt. Der Wärme-Wandler kann so bis zu 200 Gigawattstunden zusätzliche klimaneutrale Wärme pro Jahr bereitstellen – und zwar ohne zusätzlichen Primärenergieeinsatz.

„Wir nutzen Energie, die bisher buchstäblich durch den Schornstein gegangen ist“, so Josef Siligan, Vorstandsdirektor der LINZ AG. „Das ist nicht nur ein Beitrag zur Dekarbonisierung, sondern auch zur Energieeffizienz.“

Im neuen System werden die Abluftströme der Kraftwerke unter den Taupunkt abgekühlt, wodurch Wasserdampf kondensiert. Die freiwerdende Wärmeenergie wird dann über Wärmepumpen auf das Temperaturniveau des Fernwärmenetzes angehoben. Vier Großwärmepumpen des Herstellers Johnson Controls bilden das Herzstück der Anlage – jede davon wiegt im Betrieb rund 87 Tonnen.

Linz als Fernwärmehauptstadt
Bereits heute gilt Linz als Fernwärmehauptstadt Österreichs: Rund 70 Prozent aller Wohnungen – über 85.000 – werden durch die LINZ AG mit Fernwärme versorgt. Jährlich kommen bis zu 2.000 neue Anschlüsse hinzu.

Anzahl der Wohnungs-Fernwärmeanschlüsse in Linz. Bis 2030 möchte sich die LINZ AG der 100.000-Grenze annähern. (Grafik: LINZ AG)

Bürgermeister Dietmar Prammer, Aufsichtsratsvorsitzender der LINZ AG: „Linz ist auf dem Weg, sein flächendeckendes Heizsystem vollständig zu dekarbonisieren. Der Wärme-Wandler ist ein starkes Signal für Versorgungssicherheit auch in Krisenzeiten und für eine anhaltend hohe Lebensqualität.“

Vom Kraftwerk zum Energiepark
Der Standort Linz-Mitte wurde im Zuge des Projekts bereits in „Energiepark Linz-Mitte“ umbenannt – Symbol einer umfassenden Transformation. Neben der neuen Wärmepumpenzentrale entstehen dort auch eine moderne Lagerhalle und künftig weitere Energieprojekte, etwa im Bereich Fernkälte.

 

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