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    Weniger Suchverkehr & weniger Abgase: Digitales Parkleitsystem für die Linzer Innenstadt kommt

    11. September 2024
    in Linz, Politik
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    In der Linzer City gibt es über 22.000 Auto-Parkplätze. Knapp die Hälfe davon – 10.000 – befinden sich in insgesamt 36 Tiefgaragen. Ein digitales Parkleitsystem der neuesten Generation soll jetzt helfen, die Suche nach einem freien Parkplatz mittels Echtzeitinfomation auf ein Minimum zu verkürzen. „Ein modernes digitales System spart Zeit, reduziert den Suchverkehr und entlastet die Umwelt. Und ich komme damit auch einer jahrelangen Forderung der Linzer Wirtschaft nach“, sagt Mobilitätsreferent und Vizebürgermeister Martin Hajart.

    Einleitende Gespräche mit den Garagenbetreibern haben bereits stattgefunden. Der Stadtsenat der Landeshauptstadt Linz hat anschließend auf Basis eines Antrags von Vizebürgermeister Martin Hajart einstimmig beschlossen, ein Konzept für das digitale Parkleitsystem für die Stadt Linz in Auftrag zu geben.

    „Ein digitales Parkleitsystem kann dazu beitragen, dass weniger Parkplätze benötigt werden, was wiederum Platz und Ressourcen spart.“

    Viele Vorteile
    Die Vorteile so eines Systems liegen mit der  Reduzierung von Verkehrsstaus und Emissionen auf der Hand – und tragen daher auch zu einem guten Klima bei – nicht nur in Sachen Abgasen, sondern auch in der erheblichen Reduzierung des Suchverkehrs, was wiederum die Lebensqualität der Anrainer, aber auch der Autofahrer erhöht. Durch den Einsatz dynamischer LED-Displays ist es möglich, genau anzuzeigen, wo sich freie Parkplätze befinden.

    Ein weiteres Plus ist eine bessere Auslastung von Tiefgaragenparkplätzen, denn die automatische Erfassung und Anzeige von freien Parkplätzen optimiert die Auslastung der vorhandenen Parkflächen. Martin Hajart: „Das kann wiederum dazu beitragen, dass weniger Parkplätze benötigt werden, was Platz und Ressourcen spart.“ Auch die Unternehmer und Wirtschaftstreibenden profitieren davon. Hajart: „Wenn Kunden schneller und einfacher einen Parkplatz finden, ist allen geholfen und die Attraktivität der Innenstadt als Einkaufsmeile steigt.“

    Umsetzung bereits 2025
    Die Erstellung des Konzepts übernimmt die Firma Trafility GmbH aus Graz, ein erfahrenes Unternehmen im Bereich der Verkehrsdatenerfassung. Für die Konzeptionierung sind rund 48.000 Euro veranschlagt. Die Ausschreibung des Parkleitsystems wird im Frühjahr 2025 erfolgen. Diese basiert auf der von Trafility erstellten Grobkostenschätzung und Marktrecherchen. Die Budgetmittel für die Umsetzung sind 2025 im Bereich Verkehrstechnik ausreichend vorhanden und stehen für das Projekt zur Verfügung.

    Martin Hajart: „Wenn Kunden schneller und einfacher einen Parkplatz finden, ist allen geholfen und die Attraktivität der Innenstadt als Einkaufsmeile steigt.“ (Foto: LINZA stadtmagazin)

    Integration in das City-Dashboard
    Die Nutzung der Parkdaten verspricht einen zusätzlichen Benefit. Diese könnten etwa in das City-Dashboard und andere Systeme integriert werden, was eine umfassende Übersicht und Steuerung ermöglicht. Das wiederum unterstützt die städtische Mobilitätsplanung. Insgesamt trägt ein dynamisches digitales Parkleitsystem dazu bei, den Verkehr zu entlasten, die Umwelt zu schonen und den Komfort für Autofahrer zu erhöhen. Technische Weiterentwicklungen könnten das System später dann so weit aufrüsten, dass es in Zukunft verstärkt auf das Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz setzt. Damit ließen etwa  sich Quell-Ziel-Beziehungen und tageszeitabhängige Reisezeiten besser erfassen und die Auslastung der Parkhäuser genauer vorhersagen.

     Maßnahmen im Bereich Parken und Mobilität
    Neben der Einführung des digitalen Parkleitsystems verfolgt die Stadt Linz weitere Strategien, um den Parkdruck zu mindern und die Lebensqualität zu verbessern. Bei der Neugestaltung öffentlicher Flächen wird etwa intensiv geprüft, welche Alternativen die beste Lösung bieten, um die Auslastung der Parkplätze zu berücksichtigen. Dazu gehören projektbezogene Ausgleichsmaßnahmen wie Anwohnerparkzonen in Bereichen wie Domgasse und Ledergasse. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der verpflichtenden Errichtung von Tiefgaragen bei Neubauten in stark frequentierten Gebieten, um Oberflächenparkplätze zu entlasten. Zusätzlich sollen leistbare Sammelgaragen für Bewohner errichtet werden. Auch die Resolution an das Land OÖ zum Ausbau von Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand, die im Gemeinderat verabschiedet wurde, hat das Ziel, die innerstädtischen Parkplätze zu entlasten.

     

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