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Bus & Bim: Untaugliche Videoüberwachung in der Kritik

Schlechte Bildqualität verhinderte rasche Täterausforschung

13. Januar 2026
in Freizeit, Land, Linz, Politik, Unterwegs
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Das „fahrende Auge“ ist künftig in jeder der 62 Linzer Straßenbahnen mit dabei – im Herbst 2025 wurde beschlossen, die Videoüberwachung auch auf die 33 Stück der älteren Generation der Cityrunner auszuweiten, auch alle 88 Auto- und die 20 Obusse sind bald mit Videoüberwachung unterwegs. Ernüchternd ist jedoch die Tatsache, dass gerade die älteren Kameras völlig unbrauchbare Bilder liefern, wie sich jetzt im Rahmen einer mehr als zögerlichen Täterüberführung erneut zeigte. Jedes Standard-Handy hat eine bessere Bildqualität. 

Die Linz AG Linien starteten im Herbst 2025  mit dem Beschaffungsprozess und holen entsprechende Angebote zur weiteren Umrüstung von Bus & Bim ein. Nach der Auftragsvergabe erfolgt der schrittweise Einbau, wie lange dieser Prozess dauert, ist allerdings noch offen. Selbst wenn das der eine oder andere kritisch sieht – aufgrund der vermehrten Vorfälle von Gewalt – wie zuletzt der Übergriff auf zwei junge Frauen – und Vandalismus ist diese Maßnahme ein leider notwendiges Übel – und in jeder großen Stadt längst Standard.

„„Videoüberwachung ist kein Selbstzweck, sondern ein wirksames Instrument zur Aufklärung von Straftaten und zur Abschreckung potenzieller Täter. Wer Sicherheit ernst nimmt, darf bei moderner Technik nicht sparen. Das ist im Interesse der Fahrgäste und der gesamten Linzer Bevölkerung.“

Gestern wurde am Linzer Landesgericht der Prozess gegen jenen Mann geführt, der im Zusammenhang mit einer Straftat im Linzer Straßenbahnnetz stand. Das Gericht verurteilte den Täter nicht rechtskräftig zu acht Monaten bedingter Haft. Der Fall hatte zuletzt auch deshalb Aufmerksamkeit erregt, weil dank der Videoüberwachung in der Straßenbahn die Identitätsfeststellung des Täters möglich war, auch wenn das ursprünglich vorhandene Bildmaterial von schlechter Qualität war: „Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig Videoüberwachung für die Sicherheit im öffentlichen Raum ist. Genau darauf haben wir als FPÖ Linz seit Jahren gedrängt – insbesondere im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel und Haltestellen“, sagt Sicherheitsstadtrat Michael Raml.

 

Raml verweist darauf, dass er immer wieder eine Ausweitung und Modernisierung der bestehenden Systeme gefordert habe: „Nach der brutalen Attacke und den zunächst schwer auswertbaren Bildern hat die Linz AG schließlich zugesagt, sukzessiv in allen 62 Straßenbahngarnituren die Videoüberwachung auf den neuesten Stand zu bringen. In 29 Bahnen ist bereits ein solches System vorhanden, mit der Neuanschaffung für die restlichen Fahrzeuge wird dieses auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Diese Investitionen in die Sicherheit ist richtig und notwendig – der aktuelle Fall bestätigt das einmal mehr.“

 

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