• 🐷 Sparschwein statt Sauschädl?
Jetzt geht’s dem Sauschädl an den Kragen! 😅 Die Linzer Stadtfinanzen stehen unter Druck, alle Rathausfraktionen sollen Sparvorschläge liefern – und die ÖVP will dabei auch bei liebgewonnenen Rathaus-Traditionen ansetzen.
Auf der schwarzen  Streichliste: der Neujahrsempfang der Stadt Linz, bei dem traditionell jedes Jahr bis zu 1.000 betuchte Gäste gratis bis spät in die Nacht bewirtet werden. Damit wäre auch der legendäre Anschnitt des Sauschädels (siehe Pfeil) des Bürgermeisters Geschichte.  Eben Sparschwein statt Sauschädel... 

Foto: Stadt Linz
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Internationale Pflegekräfte für Oberösterreich: Integration, Sprache und Qualität im Fokus

Pflege-Strategie setzt gezielt auf Ausbildung, Integration und Anwerbung

22. Januar 2026
in Land, Politik
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Die Gewinnung und Sicherung von Pflegepersonal gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben in Oberösterreich. Der steigende Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften stellt Pflegeeinrichtungen, Sozialhilfeverbände und Gesundheitsinstitutionen vor große Herausforderungen – insbesondere angesichts der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Pflegebedarfs. Mit der Fachkräftestrategie Pflege verfolgt das Land Oberösterreich einen klaren Plan: Menschen für Pflegeberufe begeistern, Arbeitsbedingungen verbessern und qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen und nachhaltig integrieren.

Gezielte Anwerbung – Erfolgsgeschichte Philippinen
Obwohl die Fachkräftegewinnung im Inland oberste Priorität hat, reicht das Potenzial an einheimischem Personal nicht aus, um den steigenden Pflegebedarf langfristig abzudecken. Daher wird ergänzend auch im Ausland – insbesondere in Drittstaaten – nach qualifizierten Pflegekräften gesucht. Landesrat Christian Dörfel sagt: „Wir nehmen diese Herausforderung an und werden sie meistern. Gerade wenn’s um Drittstaaten geht, hat Oberösterreich eine führende Rolle.“

„Im Bereich der Gewinnung von Pflegekräften – insbesondere auch aus Drittstaaten – hat Oberösterreich einen vorbildlichen Prozess geschaffen. Internationale Pflegekräfte sind gut in den Alten- und Pflegeheimen angekommen und verrichten dort eine wertvolle Arbeit. Ganz allgemein gilt: Wer gut pflegen will, muss unsere Sprache beherrschen. Neben Grundkenntnissen, sind auch Fach- sowie Umgangssprache wesentlich. Darauf zielt unsere Deutsch-Offensive ab, denn: Verstehen schafft Vertrauen.“
Soziallandesrat Dr. Christian Dörfel

Seit dem Start des Programms im Jahr 2021 konnten so 263 Pflegekräfte von den Philippinen erfolgreich nach Oberösterreich geholt und in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen integriert werden. Rund 185 dieser Fachkräfte arbeiten heute in den Alten- und Pflegeheimen der oberösterreichischen Sozialhilfeverbände. Diese zusätzliche personelle Verstärkung ermöglicht es, etwa 370 weitere Pflegeplätze zu belegen – ein deutlicher Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Sprache als Schlüssel zur Integration
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die sprachliche und fachliche Integration. Deutschkenntnisse werden bereits vor der Einreise überprüft – die Fachkräfte müssen ein Sprachniveau von mindestens B1 nachweisen. Im Land selbst wird gezielt weiter gefördert: Fachkräfte erhalten Unterstützung, um innerhalb ihrer ersten Monate auf B2-Niveau zu kommen – ein Level, das für komplexe pflegerische Tätigkeiten, Dokumentation und Kommunikation mit Bewohnern und Angehörigen erforderlich ist.

„Kommunikation ist das Herzstück jeder guten Pflege. Nur wer gut versteht und verstanden wird, kann sicher, respektvoll und professionell handeln.“

Die Initiative „Sprachkompass Pflege“, entwickelt von ALTER OÖ, bietet ein umfassendes Förderprogramm: ein Online-Selbstlernkurs „Deutsch für die Pflege“ mit über 1.000 Übungen, Live-Unterricht mit zertifizierten Trainer, tägliche Lernimpulse über das Smartphone sowie praxisnahes Sprachtraining direkt am Arbeitsplatz, begleitet von sogenannten „Sprachmentoren“ in den Pflegeheimen.

„Pflege ist ein Hochverantwortungsberuf. Und in einem Hochverantwortungsberuf ist Deutsch auf beruflichem Niveau keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung für Qualität und Sicherheit. Mit dem neuen Sprachangebot unterstützen wir internationale Pflegekräften in Oberösterreich dabei, schneller im Team anzukommen, schneller Verantwortung zu übernehmen und Schritt für Schritt auch Leitungs- und Führungsaufgaben übernehmen zu können.“
Anna Ferihumer, Geschäftsführerin ALTER OÖ

Stufenweise Strategie mit klaren Qualitätsstandards
Die Anwerbung und Integration internationaler Pflegekräfte erfolgt in einem mehrstufigen Prozess, der vom Sozialressort gemeinsam mit AMS, Behörden, Pflegeschulen und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) koordiniert wird.

  1. Erleichterung des Einreiseprozesses: Die Verfahren zur Ausstellung der Rot-Weiß-Rot-Card wurden beschleunigt, Berufsanerkennungen eng koordiniert, und ein Monitoring-System wurde aufgebaut.
  2. Zentrale Ausschreibungen: 2024 startete das Land OÖ eine neue Ausschreibung für die Anwerbung aus sechs Herkunftsländern – weiterhin mit Schwerpunkt auf den Philippinen, erstmals aber auch aus Kolumbien.
  3. Qualitätsstandards und Begleitprogramme: ALTER OÖ bietet Schulungen zur Ergänzungsausbildung, Austauschformate, „Buddyprogramme“ für die soziale Integration, interkulturelle Trainings und regelmäßige Qualitäts-Jour-Fixe.

Zur Unterstützung der Sozialhilfeverbände wurde außerdem ein Integrationshandbuch erstellt – eine praxisorientierte „Bedienungsanleitung“ für erfolgreiche Integration vom Ankunftstag bis zur eigenständigen Arbeit im Team.

Sprachen fördern, Pflegequalität sichern
Gute Sprachkenntnisse verbessern nicht nur das Miteinander, sondern auch die Qualität der Pflege. Bei Übergaben, in der Dokumentation oder in Gesprächen mit Angehörigen kann präzise Kommunikation entscheidend sein. Wenn das Sprachniveau höher ist:

  • wird die Zusammenarbeit im Team erleichtert,
  • können Pflegekräfte schneller Verantwortung übernehmen,
  • sinken Fehlerrisiken,
  • steigt die Pflegequalität.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass Oberösterreich mit seinem Modell auf dem richtigen Weg ist. Die Integration der philippinischen Pflegekräfte gilt österreichweit als Best-Practice-Beispiel, auch aufgrund der engen Betreuung zwischen Landesstellen, Sozialhilfeverbänden und Partnerorganisationen. Im Jänner beginnt die erste philippinische Pflegekraft die Ausbildung zur Wohnbereichsleiterin und damit zur Führungskraft.

Das Land OÖ will die internationale Fachkräftegewinnung in den kommenden Jahren schrittweise ausbauen und dabei die hohe Qualität des Integrationsprozesses sichern. Dabei bleiben Sprache, Werte und berufliche Entwicklung die entscheidenden Eckpfeiler – Faktoren, die über die reine Anwerbung hinaus die Pflege in Oberösterreich langfristig stärken sollen. Künftig wird der Fokus auch auf andere Länder gelegt – etwa Indien, Indonesien, Brasilien und Nordmazedonien, in erster Linie aber auf Kolumbien und Philippinen – alleine aus diesen beiden Ländern werden für heuer 100 weitere Pflegerinnen erwartet.

 

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