Bereits heute hätten die Immobiliengesellschaften des Bundes und des Landes zum Kahlschlag auf dem Gelände des dichtgewachsenen Biologiezentrums angesetzt und eine großräumige Rodung auf jenem Areal geplant, das möglicherweise der Standort für die IT:U werden wird. Die Linzer Naturschutzstadträtin Eva Schobesberger konnte dieses Vorhaben vorerst verhindern: „Es ist unfassbar, dass Land und Bund hier eine Naherholungsfläche zerstören und auf Kosten des Natur- und Artenschutzes vollendete Tatsachen schaffen wollten. Noch dazu, da das behördliche Umwidmungsverfahren gerade erst begonnen hat und somit noch längst nicht feststeht, ob die IT:U überhaupt hier angesiedelt werden wird“, so Schobesberger.
Dank dem Einsatz der Bürger-Initiative und dem engagierten Vorgehen der zuständigen städtischen Mitarbeiter aus Behörde und Sachverständigendienst konnte die Rodung vorerst gestoppt werden. „Ob das auch langfristig gilt, ist nicht gesichert, da es in Oberösterreich nach wie vor kein Baumschutzgesetz gibt, das uns die nötige behördliche Handhabe geben würde.“
„Das Vorhaben, das Gelände dennoch komplett zu roden, Bäume zu zerstören sowie Flora- und Fauna zunichtezumachen, zeugt von einer Rücksichtslosigkeit, die ihresgleichen sucht und die nicht zu akzeptieren ist.“
Die geplanten Rodungen hätten geschützte Tierarten beeinträchtigen können und wären laut der Amtssachverständigen für den Natur- und Landschaftsschutz ein Verstoß gegen die „Besonderen Schutzbestimmungen des § 28 des OÖ. Naturschutzgesetzes“ gewesen. „Das Vorhaben, das Gelände dennoch komplett zu roden, Bäume zu zerstören sowie Flora- und Fauna zunichtezumachen, zeugt von einer Rücksichtslosigkeit, die ihresgleichen sucht und die nicht zu akzeptieren ist“, sagt Schobesberger.
Generell kritisch gesehen wird die angepeilte Wahl des Standortes für die Universität mitten auf der grünen Wiese. „Dass Landeshauptmann und Bürgermeister bekanntgegeben haben, dass es dieser Standort werden soll, ist generell nicht nachvollziehbar. Die IT:U hätte sich eine moderne und urbane Heimat im Stadtzentrum verdient. Eine Universität in zentraler Lage mit einer guten Öffi-Anbindung würde sich positiv auf das Flair und das Leben in der Stadt auswirken und würde somit einen Schub für die gesamte Innenstadt sowie die lokale Wirtschaft bedeuten. Diese Jahrhundertchance nicht zu nutzen und stattdessen Erholungsraum zu zerstören sowie Grünflächen zu versiegeln ist vollkommen unverständlich“, so Schobesberger.
















