ufDie Verunstaltung des Taubenmarkts mit einer Art Rundbank und einem Bäumchen ist immer noch in aller Munde. Jetzt macht die Linzer VP einen neuerlichen Vorstoß, den beliebten Platz wieder mit einem Brunnen aufzuwerten, nachdem die Stadt das bisher hier seit fast 50 Jahren befindliche Wasserspiel abbauen ließ.
Der Taubenmarkt ist das Herz der Linzer Innenstadt – ein Platz, an dem sich täglich tausende Menschen begegnen, warten, reden oder einfach kurz durchschnaufen. Der frühere Brunnen war dabei seit 1979 (Eröffnung der Fußgängerzone) ein fixer Bestandteil des Stadtbilds und für viele Linzer weit mehr als nur Dekoration: Treffpunkt, Orientierungspunkt und gerade im Sommer ein wichtiger Ort zum Abkühlen.
Der VP Linz schwebt für den Taubenmarkt ein Brunnen, ein Wasserspiel oder eine Mischform vor.
Die aktuelle Zwischenlösung mit einer kleinen Bauminsel, Bank und Mini-Trinkbrunnen wirkt provinziell und eher wie eine Notlösung als ein echter Stadtplatz. Es ist völlig unverständlich, warum aus einem Provisorium nun (aus Geldmangel?) offenbar ein Dauerzustand werden soll.
Gerade in Zeiten immer heißerer Sommer braucht eine Stadt wie Linz mehr Wasserflächen und kühlende Elemente im öffentlichen Raum – nicht weniger. Ein moderner Brunnen oder ein Wasserspiel mit Bodendüsen würde den Taubenmarkt nicht nur optisch massiv aufwerten, sondern auch für mehr Lebensqualität, Aufenthaltsqualität und echtes Innenstadt-Flair sorgen.
Auch eine denkbare Lösung: ein beleuchtetes Wasserspiel mit Nebel zur Kühlung der Umgebung.
„Ein zentraler Platz wie der Taubenmarkt braucht wieder ein echtes Herzstück – urban, lebendig und passend zu einer modernen Stadt“, sagt VP-Gemeinderätin Helena Ziegler. Sie fordert die für die Liegenschaftsangelegenheiten zuständige Vizebürgermeisterin Zukan auf, „in Zusammenarbeit mit dem Planungsressort und dem Grünressort zeitnah ein Gestaltungskonzept für die Neuerrichtung eines Brunnens oder Wasserspiels am Taubenmarkt zu erarbeiten und dem Gemeinderat zur Entscheidung vorzulegen“.
Fakt ist: Der Taubenmarkt war und ist prädestiniert für einen Brunnen, wie unsere KI-Fotos zeigen. Es scheint schwer vorstellbar, dass sich für so einen Brunnen mit überschaubaren Betriebskosten keine privaten Sponsoren finden lassen – wenn die Stadt schon kein Geld hat.