An der Donau sind die Vorbereitungen schon sichtbar: Direkt neben der neuen Westringbrücke wurden die Anlegevorrichtungen (Pollerfundamente) für die Transportschiffe bereits errichtet. Ende September soll beim Bau des Linzer Westringtunnels die nächste große Bauphase – der Sprengvortrieb – beginnen. Insgesamt werden rund 500.000 Kubikmeter Gestein aus dem knapp drei Kilometer langen Tunnel herausgebrochen. Statt tausender Lkw-Fahrten durch die Stadt wird das Gestein nach dem Zerkleinern über Förderbänder direkt zur Donau transportiert und dort auf Schiffe verladen, berichten heute die OÖN.
Bis zu drei Schiffe täglich sollen jeweils rund 1.000 Tonnen Material abtransportieren. Dadurch sollen laut Projektverantwortlichen rund 75.000 Lkw-Fahrten vermieden werden.

Einziger Schönheitsfehler: Auch die Schiffe werden mit Diesel angetrieben. ABER: Auf Tonnenkilometer gerechnet ist ein Binnenschiff beim CO₂-Ausstoß in der Regel deutlich effizienter als ein LKW. Eine europäische Vergleichsstudie der CE Delft nennt als Größenordnung rund 102 Gramm CO₂ pro Tonnenkilometer für den LKWgegenüber etwa 24 Gramm beim Binnenschiff. Das entspricht ungefähr 75 Prozent weniger CO₂ beim Transport auf dem Wasser.

















