Seit 2025 bekleidet Vizebürgermeister Martin Hajart auch das Amt des Marktreferenten. Seitdem gab es spürbar eine Aufbruchstimmung beim Südbahnhof, den Linzer Weihnachtsmärkten und auch am Urfahraner Jahrmarkt. Auch beim Herbstmarkt tut sich wieder einiges.
Auch im Herbst dauert der „Urfix“ wieder einen Tag länger. Hat sich die im Frühjahr erstmals eigeführte Verlängerung bewährt?
Absolut! Der zusätzliche Abend beim Frühjahrsmarkt hat gezeigt, dass ein früherer Start gut angenommen wird. Deshalb setzen wir diesen Weg beim Herbstmarkt fort. Der Freitagabend stärkt das erste Wochenende und bietet den Besuchern zusätzliche Zeit für einen Marktbesuch. Gleichzeitig entwickeln wir das Angebot weiter. Unser Ziel bleibt ein Markt, auf dem sich unterschiedliche Generationen treffen und gemeinsam eine gute Zeit verbringen können. Wir lassen es wieder so richtig krachen (lacht).
Speziell bei den Fahrgeschäften tut sich wieder einiges.
Ja – fünf neue Fahrgeschäfte feiern „Urfix“-Premiere und bringen Abwechslung in den Vergnügungspark. Allen voran „1001 Nacht“ – damit kehrt ein absoluter Klassiker nach Linz zurück. Der umfassend modernisierte fliegende Teppich bringt bis zu 40 Fahrgäste auf eine Höhe von bis zu 28 Metern!

Welche neuen Attraktionen sind noch zu erleben?
Beim „Steamer“ drehen sich zwölf Gondeln mit insgesamt 48 Plätzen auf einer großen Plattform. Während der Fahrt neigt sich die Konstruktion bis zu 50 Grad. Gleichzeitig bewegen sich die Gondeln und wechseln ihre Richtung. Der „Devil Rock“ hat zwölf frei bewegliche, sich überschlagende Gondeln auf einer rotierenden Konstruktion. Mit dem „Musikexpress“ kommt ein echter Jahrmarktklassiker nach Urfahr, das Fahrgeschäft verbindet eine schnelle Rundfahrt mit Berg-und-Tal-Bewegungen und Musik. Einen anderen Zugang bietet der „7D Simulator“. Bewegliche Sitze, dreidimensionale Bilder und zusätzliche Effekte verbinden Film und Bewegung zu einem virtuellen Fahrerlebnis. Kurz: Da ist für jeden was dabei!
Bei der Gastronomie gibt es ebenfalls Neuerungen, war zu erfahren.
Ja – etwa die erweiterte „Feuer & Senf-Genusshütte“ neben dem Riesenrad. Hier trifft Kitzbühel auf Oktoberfest und Urfahraner Jahrmarkt – und Genuss auf Partystimmung.
Wie wurde die im Frühjahr umgesetzte Erweiterung des Volksfestgeländes trotz der beengten Platzverhältnisse umgesetzt?
Wir haben das gemeinsam gut gelöst. Die Messe Linz wurde weiter nach hinten verschoben in Richtung Campingplatz, dadurch wurde Platz in der Mitte geschaffen. Hier ist nun mehr Platz für die neuen Fahrgeschäfte.
„Zu den Markenzeichen des Marktes zählt genau diese Balance zwischen Tradition und Neuheiten, mit der es gelingt, dass sich Menschen aller Altersgruppen wohlfühlen.“
Was ist beim unverzichtbaren Spagat zwischen Tradition und Neuerungen künftig noch möglich am Jahrmarkt?
Mit seinem breiten Mix aus Schaugeschäften, Kulinarik, Musik und Verkauf ist der Urfahranermarkt seit mehr als 200 Jahren nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein „Markt für Alle“. Zu den Markenzeichen des Marktes zählt genau diese Balance zwischen Tradition und Neuheiten, mit der es gelingt, dass sich Menschen aller Altersgruppen wohlfühlen.
Immer wieder wird auch ins Spiel gebracht, das Jahrmarktgelände auch im Winter zu nutzen – als Weihnachtsmarkt oder als Eislaufplatz.
Was es nicht spielen wird, ist, dass wir einen unserer traditionellen Weihnachtsmärkte absiedeln und zum Urfahranermarktgelände verlegen. Aber eine stärkere Nutzung des dortigen Areals würde mir durchaus gefallen, bespielt durch private Veranstalter.
Zurück zum Urfahraner Frühjahrsmarkt: Ihre drei To-do-Empfehlungen?
1. Unbedingt die neuen Fahrgeschäfte testen.
2. Ein Hendl und Bier im Festzelt schnappen.
3. Und natürlich die Weißwurstparty der VP Linz am 1. Oktober 2026 in der Donaualm besuchen! 🙂
















