Die direkte Flugverbindung zwischen Linz und Frankfurt zeigt seit ihrer Wiederaufnahme Ende März 2026 eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung. Das bestätigt das laufende Monitoring der Streckenentwicklung, das vom Land Oberösterreich durchgeführt wird. Laut Medienberichten und Angaben aus dem Büro von Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner liegt der Auslastungsgrad in den vergangenen Wochen um rund 20 Prozent über dem Niveau der Anfangsmonate. Aktuell bewegt sich die Auslastung auf der Frankfurt-Strecke bei über 50 Prozent. Damit wäre inzwischen mehr als jeder zweite Sitz belegt.
Der Anstieg ist durchaus bemerkenswert, denn der Start der Verbindung verlief zunächst schleppend. Im April wurden lediglich 2.028 Fluggäste gezählt, im Mai waren es 2.224. Auch im Juli nutzten laut veröffentlichten Zahlen des deutschen Statistischen Bundesamtes 2.658 Passagiere insgesamt 122 Flüge. Das entsprach durchschnittlich nur rund 22 Passagieren pro Flug und einer Auslastung von etwa 30 Prozent.
Auf der Strecke setzt die dänische Fluggesellschaft DAT eine in Linz stationierte ATR 72 mit 72 Sitzplätzen ein. Bei einer Auslastung von mehr als 50 Prozent sitzen damit rechnerisch im Schnitt zumindest 36 Passagiere in der Maschine. Die reine Flugzeit für die rund 455 Kilometer zwischen Linz und Frankfurt beträgt etwa 1 Stunde und 25 Minuten.

Angebot wurde deutlich ausgebaut
Besonders erfreulich ist der Ausbau des Angebots: Im September werden 74 Flüge ab Linz angeboten – um 21 Prozent mehr als im August. Damit ist Frankfurt mit Abstand die wichtigste Linienverbindung des Linzer Flughafens. Insgesamt stehen derzeit 17 Verbindungen pro Woche zur Verfügung: Montag bis Donnerstag jeweils drei, Freitag und Sonntag zwei sowie am Samstag eine.
„Uns war bewusst, dass der Start der Flugverbindung zum Beginn des Sommerflugplans 2026 für alle Beteiligten herausfordernd war. Allerdings war es von entscheidender Bedeutung, Frankfurt möglichst rasch wieder anzubinden.“
Ein wesentlicher Schritt war zudem das inzwischen vereinbarte Codeshare-Abkommen zwischen DAT und der Lufthansa Group. Dadurch können Passagiere ihre Reise von Linz über Frankfurt bis zum endgültigen Ziel durchgehend buchen. Über das Frankfurter Drehkreuz sind damit zahlreiche internationale und interkontinentale Ziele – etwa New York, Barcelona, Singapur oder Nairobi – mit einem Ticket ab Linz erreichbar.
Kraftanstrengung des Landes zur Sicherung der wichtigen Frankfurt-Verbindung
Die positive Entwicklung ist auch deshalb von Bedeutung, weil das Land Oberösterreich beträchtliche Mittel in die Wiederherstellung der Frankfurt-Anbindung investiert. Für die Absicherung der Strecke wurden vom Landtag bis zu 36 Millionen Euro genehmigt. Ziel ist allerdings ausdrücklich, die Nachfrage innerhalb der kommenden Jahre so weit zu steigern, dass die Verbindung langfristig eigenwirtschaftlich betrieben werden kann und keine Zuschüsse des Landes mehr notwendig sind. Die Verbindung war am 29. März 2026 von DAT aufgenommen worden, nachdem Austrian Airlines ihre Frankfurt-Flüge im Oktober 2025 wegen mangelnder Auslastung eingestellt hatte.
Gleichzeitig weist die neue Verbindung laut Land eine hohe Zuverlässigkeit auf. Steigende Buchungszahlen, eine mittlerweile deutlich bessere Auslastung und der ausgeweitete Flugplan deuten darauf hin, dass die Strecke nach dem schwierigen Start zunehmend angenommen wird.
Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, der die Wiederbelebung der Strecke maßgeblich vorangetrieben hat, sieht darin einen wichtigen Erfolg für den Standort: Die verstärkte Anbindung Oberösterreichs an das internationale Drehkreuz Frankfurt verbessert die Reisemöglichkeiten für Wirtschaft, Tourismus und Bevölkerung und stärkt die internationale Erreichbarkeit des Bundeslandes.

















