• 🇦🇹 Einbürgerungen massiv gestiegen – nur Oberösterreich geht gegen den Bundestrend!
Österreichweit wurden im 1. Halbjahr 2026 um 34 % mehr Menschen  eingebürgert als ein Jahr zuvor. In acht von neun Bundesländern gingen die Zahlen nach oben – teilweise massiv: Kärnten +93 %, Wien +60 %, Niederösterreich +45 %.
👉 Einzige Ausnahme: Oberösterreich! 🇵🇱 Hier sank die Zahl der Einbürgerungen von 1.173 auf 1.132 Personen – ein Minus von 3,5 %.
Damit hebt sich Oberösterreich deutlich vom österreichweiten Trend ab. Bereits im Gesamtjahr 2025 waren die Einbürgerungen in OÖ um 11,2 % auf 2.241 Personen zurückgegangen. 

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Dienstag, August 18, 2026
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Eines der schönsten Gastro-Platzerl von Linz bekommt eine neue Chance

Vom 22,80-Euro-Schnitzel zum Neustart: „Schwarzes Schiff“ sticht wieder in See

18. August 2026
in Freizeit, Kultur, Linz, Unterwegs
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Traumlage, alte Kastanien und die Donau direkt vor der Haustür: Das „Schwarze Schiff“ ist eigentlich ein absolutes Linzer Gastro-Juwel. Zuletzt lief es allerdings nicht immer rund – gesalzene Preise bis hin zum 22,80-Euro-Schnitzel sorgten für Diskussionen, das damalige Konzept konnte sich nicht dauerhaft etablieren. Jetzt soll das traditionsreiche Lokal in Alt-Urfahr behutsam umgebaut und gastronomisch neu aufgestellt werden. Die beste Nachricht für alle Fans dieses besonderen Platzerls: Der wunderschöne Gastgarten samt altem Kastanienbestand bleibt vollständig erhalten.

Es ist ein Platzerl, um das Linz andere Städte beneiden könnten. Mitten in Alt-Urfahr und nur wenige Meter vom Donaustrand entfernt liegt das „Schwarze Schiff“ unter mächtigen alten Kastanien. 2019 wurde der Gastronomiestandort neu aufgestellt, nun folgt der nächste Entwicklungsschritt. Das bestehende Gebäude entspricht den Anforderungen eines modernen Gastronomiebetriebs nur noch eingeschränkt und soll deshalb umgebaut werden.

Das Wichtigste: Der Gastgarten bleibt!
Bei aller Erneuerung soll der besondere Charakter des Standorts nicht verloren gehen. Der stimmungsvolle Gastgarten samt altem Kastanienbestand bleibt vollständig erhalten, auch die behutsame Salettl-Architektur soll weiterhin das Erscheinungsbild prägen. Bürgermeister und Planungsreferent Dietmar Prammer begrüßt die Pläne: „Ich freue mich, dass das Lokal mit seinem schattigen Gastgarten, direkt an Donauradweg und Urfahraner Donaustrand gelegen, erhalten bleiben kann.“

Auch gastronomisch sind die Ziele ambitioniert. Tradition, Regionalität und moderne Kulinarik sollen miteinander verbunden werden. Vom Mittagessen über einen gemütlichen Abend unter den Kastanien bis zu besonderen Anlässen soll das Schwarze Schiff wieder ein Fixpunkt am Donauufer werden.

Ein Stück Alt-Urfahr lebt weiter
Besonders erfreulich ist der Neustart angesichts der langen Wirtshaustradition an diesem Standort. Bis 2015 befand sich hier das legendäre Gasthaus Rauscher. 2018 wurde die Liegenschaft ausdrücklich mit dem Ziel erworben, die gastronomische Nutzung zu erhalten. Damit wurde zugleich ein zuvor geplantes Einfamilienhaus verhindert. Neo-Geschäftsführerin Patrizia Außerwöger will den historischen Charakter soll erhalten und mit einer modernen, einladenden Gestaltung verbinden.

Neustart nach Kritik an gesalzenen Preisen
Ganz unbelastet geht das „Schwarze Schiff“ allerdings nicht in den nächsten Neustart. Nach einer früheren gastronomischen Neuaufstellung sorgte vor allem die Preisgestaltung für Diskussionen und Unmut bei Gästen. Damals standen etwa faschierte Laibchen um 19,80 Euro, Gulasch um fast 21 Euro und ein Wiener Schnitzel vom Schwein um 22,80 Euro auf der Karte.

Pikant: Das damalige 4-Hauben-Köche-Duo Marco Barth und Sebastian Rossbach hatte nach der Übernahme bodenständige Hausmannskost zu ebensolchen Preisen angekündigt. Die Realität auf der Speisekarte empfanden manche Gäste offenbar anders. Das damalige Konzept konnte sich letztlich jedenfalls nicht dauerhaft etablieren.


Vom Postkutschenhalt zum „Schwarzen Schiff“
Der Vorgänger, das „Goldene Schiff“ – besser bekannt als Gasthaus Rauscher –, bestand als Familienbetrieb seit 1892. Noch davor soll sich dort eine Postkutschenstation mit Ausschank und Pferdestall befunden haben. Damit gehört der Standort zu den traditionsreicheren Wirtshausplätzen Alt-Urfahrs. Über Jahrzehnte war vor allem der große, schattige Gastgarten an der Donau prägend. 1999 übernahm Markus Fischer das Gasthaus von seiner Mutter und führte es gemeinsam mit seiner Frau Nina bis 2015. Danach wurde wegen Personalmangels geschlossen.

Fast wäre das Salettl verschwunden
Nach der Schließung sah es zeitweise schlecht für den Standort aus: Das Salettl samt Gastgarten sollte einem Wohnhaus weichen. 2018 kaufte Rainer Lehner bzw. die Businesspark Schloss Puchenau GmbH die Liegenschaft. Statt des Abrisses entschied man sich schließlich für die Rettung des Gastrostandorts. Im Mai 2019 wurde das Salettl schließlich als „Zum Schwarzen Schiff“ wiedereröffnet. Betreiber war Michael Fellöcker mit mehreren Partnern. Das Konzept setzte damals bewusst auf klassische Wirtshausküche – Schweinsbratl, Hascheeknödel, Jause und Schnitzel – sowie regionale Biere, Säfte und Most. Neu war auch, dass das Salettl beheizt und damit die Saison verlängert wurde.

2024 kamen Barth und Rossbach
Ende 2023 verabschiedete sich Fellöcker nach knapp fünf Jahren. Im April 2024 übernahmen Marco Barth und Sebastian Rossbach, bekannt vom Vier-Hauben-Restaurant Rossbarth. Sie bezeichneten das Schwarze Schiff damals als ihren „Traum vom eigenen Wirtshaus“ und kündigten ausdrücklich bodenständige Hausmannskost an.

Interessant ist auch der Name: Er kombiniert gewissermaßen zwei verschwundene Urfahraner Wirtshausinstitutionen – das „Goldene Schiff“ (Rauscher) und den nahe gelegenen „Schwarzen Walfisch“, der 2013 geschlossen wurde. Und sogar das Steinmetzplatzl selbst hat Geschichte: Bis vor dem Ersten Weltkrieg wurden dort Steine aus dem oberen Mühlviertel auf Schiffe verladen und über die Donau unter anderem nach Wien und Ungarn transportiert.

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