Künstliche Intelligenz braucht Strom – doch schon mit einfachen Formulierungen und Angaben bei der Bilderstellung lässt sich der Energiebedarf reduzieren. Entscheidend ist dabei weniger, ob wir „bitte“ und „danke“ sagen, sondern wie viel Arbeit wir der KI tatsächlich auftragen.
Unbedachter KI-Einsatz kann ein Vielfaches der tatsächlich notwendigen Rechenenergie verbrauchen. Wer präzise fragt, kurze Antworten verlangt und bei Bildern nicht wahllos Varianten erzeugt, kann den Rechenaufwand deutlich reduzieren. Wer aber glaubt, aus Klimaschutzgründen bei ChatGPT & Co. auf Höflichkeit verzichten zu müssen, kann beruhigt sein. Ob man „Schreib mir bitte einen Text“ oder „Schreib einen Text“ eintippt, macht beim Energieverbrauch praktisch keinen relevanten Unterschied. Ein zusätzliches Wort verursacht nur wenige zusätzliche Rechenschritte.
Viel stärker ins Gewicht fällt, wie lang und aufwendig die Antwort der KI wird. Wer nur eine kurze Information braucht, sollte das auch dazuschreiben.
Einige einfache Stromspar-Tricks für ChatPGT & Co.:
- Gewünschte Länge angeben: Statt „Erkläre mir die Geschichte des Eiffelturms“ besser: „Erkläre mir die Geschichte des Eiffelturms in fünf Sätzen.“
- Präzise fragen: Statt „Erzähl mir alles über Barcelona“ besser: „Nenne mir fünf Sehenswürdigkeiten in Barcelona mit jeweils einem Satz Erklärung.“ Das vermeidet unnötig lange Antworten und Rückfragen.
- Keine unnötige Denkarbeit bestellen: Für einfache Fragen braucht es keine ausführliche Analyse. Wer nur wissen will, wie hoch der Eiffelturm ist, sollte genau danach fragen – und keinen umfassenden Bericht über das Bauwerk verlangen.
- Keine Romane bestellen, wenn ein Satz reicht: Statt „Erkläre mir ausführlich, wie das Wetter in Bangkok im Februar ist“ → „Bangkok Ende Februar: Temperatur, Regen, Luftfeuchtigkeit – kurz.“
- Ausgabe begrenzen: Statt „Gib mir Ideen für Überschriften“ → „Gib mir drei kurze Überschriften.“ Sonst produziert die KI womöglich 20 Varianten, von denen man 15 gar nicht braucht.
- Alles gleich beim ersten Prompt mitgeben: Statt zuerst einen Text erstellen zu lassen und anschließend „kürzer“, „lockerer“, „mit Headline“ und „auf 150 Wörter“ nachzuschieben → „Schreibe einen lockeren Bericht mit Headline, maximal 150 Wörter.“ Das kann mehrere komplette Neuberechnungen vermeiden.
- Nicht unnötig Bilder erzeugen: Wenn eine Textantwort reicht, kein KI-Bild anfordern. Bild- und besonders Videogenerierung sind typischerweise rechenintensiver als reine Textausgaben.
- Vorhandenen Text gezielt bearbeiten: Statt „Schreib den gesamten Artikel neu“ → „Kürze nur den zweiten Absatz um die Hälfte.“
Nicht zehnmal probieren: Auch beim KI-Bild lässt sich Strom sparen:
- Nicht gleich zehn Varianten erzeugen: Lieber zunächst ein Bild generieren und dieses gezielt verbessern, statt fünf oder zehn nahezu identische Versionen erstellen zu lassen.
- Prompt vorher konkret machen: Format, Motiv, Perspektive und Stil möglichst gleich beim ersten Auftrag festlegen – etwa: „Querformat, nächtliche Großstadt, fotorealistisch, Blick von oben“. Das reduziert unnötige Neugenerierungen.
- Aufwendige Bilder nur, wenn nötig: Für einen einfachen Facebook-Post muss es nicht immer eine extrem detailreiche oder hochauflösende Darstellung sein. Je komplexer und größer die Bilderzeugung, desto höher ist tendenziell der Rechenaufwand.

















