Politischer Austausch über die Grenzen hinweg: Gut zwei Wochen nach dem deutlichen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt war deren Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit einer Delegation zu Gast bei der FPÖ in Wien. Mit dabei war auch der Linzer FPÖ-Stadtrat Michael Raml, der die Gelegenheit zu einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit Siegmund nutzte. Ob er sich Tipps holte, wie man einen Wahlsieg gegen einen alteingesessenen Platzhirschen einfährt?
Die Delegation aus Sachsen-Anhalt war nach Wien gereist, um sich mit Vertretern der FPÖ über politische Arbeit und Erfahrungen in Regierungsverantwortung auszutauschen. Siegmund erklärte bei seinem Besuch, man wolle von den Erfahrungen der FPÖ lernen und Erkenntnisse für die eigene politische Arbeit in Sachsen-Anhalt mitnehmen. Bereits zu Jahresbeginn hatte es Kontakte zwischen Vertretern beider Parteien gegeben.

Mittendrin auch Linz: Stadtrat Michael Raml traf Siegmund persönlich und nutzte den Besuch für einen längeren Austausch. Für den Linzer FPÖ-Politiker bot das Treffen damit Gelegenheit, sich unmittelbar mit einem der derzeit prominentesten AfD-Politiker Deutschlands auszutauschen.
AfD holte 43,8 Prozent
Siegmund kommt mit einem starken Wahlergebnis im Rücken nach Österreich: Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September erreichte die AfD 43,8 Prozent und wurde mit großem Abstand stärkste Partei. Im neuen Landtag stellt sie 39 der insgesamt 83 Abgeordneten und verfehlte damit die absolute Mehrheit um drei Mandate. Auch in Linz rechnet sich Raml 2027 bei der Gemeinderatswahl Chancen auf die Nummer 1 aus – es wäre ein Zäsur, denn in Linz regiert die SPÖ seit 1945 ununterbrochen.
Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Tobias Rausch, brachte das Ziel des Besuchs in Wien auf den Punkt: „Wer Regierungsverantwortung übernehmen will, muss vorbereitet sein.“

















