• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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„Club der Freunde des LASK“ plant Neuaufstellung

5. April 2015
in verQUERt I Satire
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Nach der sportlichen Talfahrt des LASK brodelt es beim Linzer Traditionsklub: Die 19 Freunde des LASK planen eine „semantische Neuaufstellung“. Erster Schritt: die Umbenennung der Freunde des LASK, die noch in dieser Woche über die Bühne gehen soll. Erneut eine exklusive Exklusiv-Story der verQUERt-Redaktion.

„Club der Freunde des LASK“ nennt sich jene 19-köpfige Gruppierung, die seit gut eineinhalb Jahren die Geschicke des „Stolz von Oberösterreich“ (vulgo LASK) leitet. Doch die jüngste sportliche Misserfolgsserie hat bei den 19 Freunden Spuren hinterlassen. Der Rückstand auf die Tabellenspitze wuchs auf sieben Punkte an, das innerhalb des Vorstandes ausgegebene Vereinsziel („sofortiger Aufstieg“) wurde mit „Hauptsache an der frischen Luft“ neu formuliert.

Bei der nächsten Sitzung der 'Freunde des LASK' werden wieder hitzige Debatten erwartet.
Bei der nächsten Sitzung der ‚Freunde des LASK‘ werden wieder hitzige Debatten erwartet.

Man kann die Entwicklung natürlich auch positiv sehen: Durch die Niederlagen gelang es eindrucksvoll, den dritten Platz in der zweiten Liga zu festigen: „Wir haben uns damit längerfristig als verlässliche Größe in der zweithöchsten Spielklasse etabliert“, lassen die Freunde des LASK in einer Presseaussendung wissen. Es sei daher eine Umbenennung geplant: „Und zwar von ‚Freunde des LASK‘ in ‚Freunde der zweiten Liga‘.“ Abgesegnet soll die Umbenennung beim nächsten Treffen im VIP-Club werden.
Doch wer den ‚Club der Freunde des LASK‘ kennt, weiß, dass natürlich auch in dieser Frage Unstimmigkeiten auftreten. So gibt es interne Strömungen, die eine andere Bezeichnung bevorzugen. Intern sickerten folgende Namens-Favoriten durch:

  • Club der Freunde, die was sich im Fußball alle voll gut auskennen.
  • Club der Freunde von Bankgarantien für völlig sinnentleerte Investitionen.
  • Club der Freunde, die schon ein Haus, ein Auto und ein Boot haben und sich einfach mal was Schickes kaufen wollten.
  • Club der Freunde von Kickern, die nur deswegen so lustlos agieren, weil die zweite Liga nicht ihrer Klasse und Würde entspricht.
  • Club der Freunde des VIP-Seins an sich.

Eine andere Gruppe innerhalb der Freunde des Lask meint hingegen, man solle den Vereinszweck positiver und lebensbejahender formulieren: „Ich könnte mir gut ‚Freunde des burgenländischen Fußballs‘ vorstellen“, meint etwa Joschi Fleischanderl. Der Regauer Wurstfabrikant war bisher mit einem Grundinvestment von 15.000 Euro bei den Freunden des LASK mit dabei und will vor allem eines: “ Im VIP-Club nicht mehr so viel weinen.“

 

 

Tags: lask
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