• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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XXL-Betonfläche wird ab 2021 zur Naherholungszone am Wasser

14. August 2019
in Linz
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Für Aufregung sorgt die Baustelle der neuen Donaubrücke: Hier wurde in den vergangenen Tagen eine 12.000 Quadratmeter große Fläche geteert und teilweise mit massiven Betonelementen versiegelt. Doch die Projektplaner geben Entwarnung. 2021 wird der dortige, etwa 200 Meter lange Uferbereich zu einer wahren Naherholungsoase – mit Stiegen am Wasser, kleinen Schotterbuchten und Strombuhnen. Auf der Brücke selbst soll es ebenfalls Platz zum Verweilen geben – mit 30 Meter breiten „Aussichtsbalkonen“ und Sitzgelegenheiten.

Donaustrand und Verweilzonen
Mit Abschluss der Bauarbeiten wird die 220×80 Meter große Manipulationsfläche in Urfahr rückgebaut und wieder begrünt. Dabei sollen hier 13 Meter breite Betonstufen zum Verweilen am Wasser entstehen. Unterbrochen werden diese durch sechs Meter breite Kiesflächen mit Flachwasserzonen und Kurzbuhnen – das sind rechtwinklig zum Uferverlauf errichtete Dämme, die einige Meter weit in die Donau hineinreichen. Linz bekommt damit auf 200 Meter Länge einen weiteren direkten Zugang zum Wasser. Der genaue Zeitplan: Die Manipulationsfläche wird ab Ende 2020 rückgebaut, die Bepflanzung erfolgt klimabedingt voraussichtlich ab dem Frühjahr 2021.

Die 12.000 Quadratmeter große, geteerte und betonierte "Manipulationsfläche" bei der Neuen Donaubrücke soll bis 2021 einer Naherholungszone am Wasser weichen
Die 12.000 Quadratmeter große, geteerte und betonierte „Manipulationsfläche“ bei der Neuen Donaubrücke soll bis 2021 einer Naherholungszone am Wasser weichen.

Auch auf der Brücke selbst wird es Extras geben: 30 Meter breite und 1,30 Meter tiefe „Aussichtsbalkone“ mit Sitzgelegenheiten bringen einen zusätzlichen Mehrwert.

Die geplante Ufergestaltung in Urfahr ermöglicht einen Wasserzugang zur Donau.
Die geplante Ufergestaltung in Urfahr ermöglicht einen Wasserzugang zur Donau.

Busse statt Straßenbahn, 2,50 Meter breite Radwege
Am zukünftigen Gleiskörper werden zumindest bis 2030 noch keine Straßenbahnen, sondern Busse rollen. Auf der Urfahrahner Seite werden diese durch eine Ampelregelung wieder in den Fleißenden Verkehr integriert, in Linz rollen die Busse auf der zukünftigen Gleistrasse Richtung Parkbad. Top: die extrem breiten Gehwege (zwei Meter) und Radwege (2,50 Meter) auf jeder Brückenseite.

Brückenteile aus VOEST-Stahl
Bereits Ende 2020 sollen die ersten Autos über die Donau rollen, die in Summe 58 Millionen Euro (netto) kosten wird. Die Stahlteile sind übrigens alle „Made by voestalpine Linz“ und werden den in MCE-Werken in Ungarn und der Slowakei gefertigt. Die ersten Teile werden bereits Ende September per Schiff nach Linz geliefert.

 

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