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Ein neues Stadtviertel: Es geht los in der Kaserne Ebelsberg!

14. Dezember 2023
in Freizeit, Linz
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Im Jänner 2024 beginnen die Bauarbeiten am Gelände der Kaserne Ebelsberg. Zuerst werden die bestehenden Kasernengebäude aus dem Jahr 1940 adaptiert. „Im ersten Schritt werden drei Gebäude mit insgesamt 144 Wohnungen einer dringend benötigten Sanierung unterzogen“, so WSF-Vorstandsvorsitzender Georg Adam Starhemberg. Insgesamt sollen hier bis zu 3.000 Wohnungen für mehr als 6.000 Menschen geschaffen werden.

Seit 2016 steht die Eigentümerin, die WSF Privatstiftung, im engen Austausch mit der Stadt Linz und dem Denkmalamt. Eines der Gebäude wird dabei so weit wie möglich in den ursprünglichen Zustand aus dem Jahr 1942 zurückgebaut. Die Gebäude werden mit 3-fach verglasten Holzfenster, Balkonen und Niedertemperatur-Technik ausgestattet.

Mit mehr als 3.000 Wohnungen wird hier Lebensraum für mehr als 6.000 Menschen geschaffen. Das Konzept des Wiener Architektenbüros Froetscher Lichtenwagner bietet dabei die Möglichkeit, Wohnen, Soziales, Arbeit und die notwendige Infrastruktur zu verbinden.

Auf dem Kasernengelände Ebelsberg entsteht bis 2026 ein neuer Stadtteil, das „Zentrumsquartier Ebelsberg“.

„Das Projekt Ebelsberg zeichnet sich durch die kompetente und lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Projektpartner aus. Dabei haben alle ein gemeinsames Ziel: die Denkmalwerte dieser Anlage zu bewahren und ihre Geschichte weiter zu schreiben. Trotz der Komplexität der denkmalfachlichen Themen gelingt dies sehr gut“, so Landeskonservatorin Mag. Petra Weiss vom Denkmalamt.

Von den elf denkmalgeschützten Gebäuden soll in Zukunft ein Gebäude als Büro genützt werden und Arbeitsplätze nach Ebelsberg bringen. Ein weiteres Gebäude soll in einen Kindergarten und neun Gebäude zu Wohnhäusern umgebaut werden. Das Ziel sind Arbeitsplätze und leistbare Wohnungen vor Ort anzubieten. Dabei werden Mietwohnungen mit 2, 3 und 4 Zimmer entwickelt. Die Raumhöhe beträgt 3,2 m und jede Wohnung bekommt ihren eigenen Freibereich (Balkon oder Garten). Mit dem Prinzip der Schwammstadt werden die Oberflächenwässer vor Ort gespeichert und den Pflanzen wieder zur Verfügung gestellt.

Am Kasernengelände und auf den dahinter liegenden Sommergründen wird dabei nicht nur der historische Baubestand erhalten, sondern in einem langfristigen Projekt hochwertiger Wohnraum mit hohem Grünanteil neu geschaffen. Vorschläge für einen qualitätsvollen Grünraum werden derzeit von der renommierten Landschaftsplanerin Carla Lo entwickelt.

Erster Einblick ins neue Zentrumsquartier Ebelsberg.

Auch ein 80m-Hochhaus ist geplant, es soll neben einem “Quartierstor” direkt an der Wiener Straße entstehen, die Straßenbahn rollt künftig nicht mehr am Kasernengelände vorbei, sondern mitten durch. Ebenfalls vorgesehen sind ein großer Platz und ein zentraler Park als Zentrum.

Viel Grün und die Straßenbahn mitten durch statt nur vorbei:Entwürfe des neuen Zentrumsquartiers Ebelsberg.

Das gesamte Planungsgebiet für den neuen Stadtteil umfasst ca. 330.000 m2 und wird von den Wohnbaugesellschaften WAG, GIWOG, Neue Heimat sowie der WSF Privatstiftung entwickelt. Der neue Stadtteil in Ebelsberg wird das Konzept kurzer Wege für die Bewohner mit viel Grün sowie Möglichkeiten für dezentrale Arbeitsplätze und Dienstleistungen verbinden.

Für eine zukunftsfähige Entwicklung des Stadtteils wurde ein internationaler Architekturwettbewerb von der WSF-Privatstiftung ausgeschrieben. In einem vorgelagerten kooperativen Verfahren unter Beteiligung von Bürgern und Experten wurden städtebauliche Leitlinien für den neuen Stadtteil mit Wohn- und Arbeitsplätzen erarbeitet. In der nächsten Etappe sollen nach der durchgeführten Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) die Bebauungs- und Flächenwidmungspläne für den derzeit noch unbebauten Teil des Kasernenareals sowie die dahinterliegenden Sommergründe erarbeitet und beschlossen werden.

Parallel dazu führt die Stadt umfassende Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Infrastruktur, die Umwelt und den Verkehr durch. Außerdem wird der Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen in die Planungen integriert und entsprechend angepasst.

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