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Weitere 30.000m2 Grünland vor Verbauung?

3. Februar 2020
in Linz, Politik
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Nächster Aufreger rund um den Linzer Grüngürtel: Nördlich der JKU will das Unternehmen FABASOFT einen neuen Firmenstandort errichten. Ein Blick ins Grundbuch verrät aber, dass nicht die medial kolportierten 3.000 Quadratmeter Wald, sondern etwa 30.000 Quadratmeter Fläche umgewidmet und verbaut werden könnten. Das entspricht einer Fläche von fast vier Fußballfeldern.

Der Hintergrund: Die  Firma Fabasoft will  im Linzer Grüngürtel nördlich der Kepler Uni einen neuen Firmenstandort errichten, der geplante Baugrund liegt aber teilweise im geschützten Grüngürtel.  Obwohl Linz über genügend Baulandreserven verfügt, wird es wohl eine Gemeinderatsmehrheit geben, auch diese zum Teil bewaldete Fläche umwidmen und verbauen zu lassen. Über die Ausmaße der Verbauung herrscht nach wie vor Unklarheit: „Bürgermeister Klaus Luger verkündete medial stets, es ginge ohnehin ,nur‘ um 3.000 Quadratmeter Waldfläche, die man anderswo ja einfach nachpflanzen könne“, sagt NEOS Linz-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Die zu verbauende Fläche sei jedoch um einiges größer, so Potocnik. In anderen Berichten war von 11.000 Quadratmetern Fläche die Rede.

Stein des Anstoßes: Das besagte Grundstück hinter der Johannes Kepler Universität.

Es geht um vier Fußballfelder Fläche 
Jetzt platzte aber die Bombe: In Wirklichkeit geht es wohl um die Umwidmung von einer weit größeren Fläche Grünland, die im Norden von Linz verbaut werden sollen. Laut Potocnik verrät eine Recherche im Grundbuch, dass die besagten Grundstücke der Fürst Starhemberg’schen Familienstiftung (Liechtenstein) sowie den Barmherzigen Schwestern (Vinzenz Gesellschaft, Wien 1060) gehören – und dass beide mit Kaufoptionen, sogenannten ‚Rangordnungen‘, belegt seien, die Ende März (bzw. Oktober) schlagend werden: In Summe geht’s um 30.000 Quadratmeter – das entspricht fast vier Fußballfeldern.

Andere Lösungen möglich 
Derzeit sind einige Projekte mit enorm viel Nutzfläche geplant bzw. bereits in Entwicklung. „Linz hat daher keine Notwendigkeit, auf Grünland und Ackerflächen nördlich der Uni zuzugreifen“, sagt Potocnik. Aktuell sind über 150.000 m2 Bürofläche für IT und Büros auf Schiene – Post-City, ÖBB Entwicklung Wiener Straße, Nestle-Areal, Hafen Neuland, Tabakfabrik Magazine oder die Tech-Base in der Wolfgang-Pauli-Straße beim WIFI.

„Schluss mit der neuerlichen Mauschelei“                 
Lorenz Potocnik fordert Bürgermeister Luger wie bereits bei der umstrittenen Grünland-Umwidmung beim Minigolfplatz am Freinberg heraus: „Schluss mit dieser neuerlichen Mauschelei. Es müssen jetzt endlich ehrlich alle Fakten her. Wer hat wirklich die Optionen auf diese Grundstücke? Wer will hier Grünland und Wald, zum Teil im Grünzug, zu teurem Bauland machen?“       


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