• ⚽️ 2. LIGA BOOMT – WENN MAN VIER TEAMS WEGRECHNET… 😜
Erfreuliche Entwicklung in Österreichs zweithöchster Spielklasse: Die Top 12 der 2. Liga kommen aktuell auf durchschnittlich 1.755 Fans pro Heimspiel – im Vorjahr waren es nur 1.201. 📈👏
Wären da nicht die vier Amateurteams von Sturm, Austria, Rapid und Salzburg: Deren überschaubarer Publikumsandrang drückt den Liga-Schnitt auf knapp 1.400 Zuschauer. Viele Heimspiele dieser Klubs laufen quasi  unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Kein Wunder also, dass aktuell wieder über die Rolle der Zweitteams im Profifußball diskutiert wird – und die Idee einer eigenen Nachwuchsliga wieder aufflammt. Die frühere, durchaus spannende  U21-Meisterschaft wurde bekanntlich 1998 eingestellt.
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„Linz muss Brüssel werden“

23. Mai 2023
in Klima, Linz
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Bis vor kurzem noch eine viel zu breite Autostraße, heute eine Einbahn mit Radweg, der Rest ein Spielplatz, das Ganze mit geringsten Mitteln und überschaubarem Aufwand umgesetzt, damit es billig ist und schnell geht: Brüssel und Antwerpen haben mit dieser Methode innerhalb von wenigen Jahren die gesamte Innenstadt umgebaut. „Ein Vorbild für Linz“, sagt LinzPLUS-Gemeinderat Lorenz Potocnik. Er fordert mehr Mut in Sachen Transformation von der Auto- zur Fahrradstadt. 

Egal ob Berlin, Paris, Barcelona oder  Wien: In immer mehr europäischen Metropolen bekommen Fahrräder und Fußgänger mehr Platz – oder besser gesagt sie holen sich ihn von den platzraubenden Autos zurück, die in den letzten 70 Jahren unsere Städte ‚zu Tode dominiert‘ haben. Dabei geht es nicht so sehr ums Klima, sondern darum, eine bessere Stadtmobilität, mehr Lebensqualität und Lebensraum zu ermöglichen.

In Brüssel hat sich durch diverse Maßnahmen die Zahl der Radfahrer in den letzten drei Jahren verdreifacht.

In Brüssel etwa will man bis zum Jahr 2030 den Verkehr komplett neu aufstellen, die Initiative nennt sich „Good Move“. Seit 2021 gilt dort fast flächendeckend Tempo 30, die Radwege sind im Vormarsch. Mobile Elemente, Holzkisten mit Pflanzen, Betonblöcke und viel Farbe dienen dazu, Fahrbahnen und Parkflächen abzusperren und neu zu nutzen. Die Erfolge sind beeindruckend: In Brüssel hat sich durch diese Maßnahmen die Zahl der Radfahrer in den letzten drei Jahren verdreifacht.

In Amsterdam wurden zahlreiche Autospuren zu Fahrradwegen, bis 2025 verschwinden 11.000 Parkplätze, der Anteil der Fahrradfahrten am Stadtverkehr liegt dort bei 40 Prozent – in Linz sind es bescheidene sieben.

Ebenfalls beachtlich: Durch Tempo 30 hat sich Zahl der Verkehrstoten um 50 Prozent reduziert. Auch andere Städte gehen ähnlich konsequent bei ihrer Transformation vor: In Amsterdam wurden zahlreiche Autospuren zu Fahrradwegen, bis 2025 verschwinden 11.000 Parkplätze, der Anteil der Fahrradfahrten am Stadtverkehr liegt dort bei 40 Prozent – in Linz sind es bescheidene sieben.

Auf der „Fietstraat“ (Fahrradstraße) haben Fahrräder immer und überall Vorrang, Autos  sind lediglich geduldete Gäste. 

„Seit Jahren mache ich unzählige Vorschläge genau in diese Richtung, Straßen auf Diät zu setzen, Spuren zu verringern und den Platz fair zu verteilen, sodass jeder mit dem Rad sicher von A nach B kommt und die Straßen wieder echte öffentliche Räume werden“, sagt LinzPLUS-Gemeinderat Lorenz Potocnik. Insofern seien Metropolen wie Brüssel oder Antwerpen interessant für Linz. Potocnik: „Diese Städte sind uns teils zwar weit voraus, aber vieles lässt sich im Zeitraffer aufholen, weil es gute Erfahrungswerte und Best Practice-Beispiele gibt.“

Brüssel zeigt‘s vor: Mit minimalstem Aufwand lässt sich ein maximaler Effekt erzielen.

In erster Linie fehlte in Linz bisher meist nur der politische Wille, die Vision und das Verständnis, das Geld ist zweitrangig – das hat auch Brüssel mit seinen billigen, einfachen und schnell umzusetzenden Lösungen bewiesen. „Die angeblich fehlenden Mittel sind meist Ausrede“, so Potocnik. 

Ein positives Beispiel ist die Transformation der Domgasse, die Potocnik 2021 als erster anregte. Die vielbefahrene Straße wurde verschlankt, Autos und Parkplätze weggenommen und Platz für Fußgänger, Radler und Gastgärten geschaffen – mit geringen Mitteln und ohne große Umbaumaßnahmen. Lorenz Potocnik: „Die Domgasse ist erst der Anfang, andere Straßen wie etwa die Dametz- oder die Volksgartenstraße hätten ebenfalls Potenzial und ‚retournierbaren‘ Straßenraum, die Politik mus sich nur endlich drübertrauen und den Sinn dahinter erklären. Es geht nicht um grünen Lifestyle, sondern um den Lebens- und Wirtschaftsstandort Linz.“ 

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