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Grüne Linzer Stadträtin Schobesberger als „Diesel-Junkie“?

17. Juni 2018
in Politik
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Pikante Vorwürfe gegen die grüne Linzer Stadträtin Eva Schobesberger: Trotz eines Appells ihres Landesrates Rudi Anschober, vermehrt auf E-Mobilität zu setzen, nutzt ausgerechnet Schobesberger seit fast zehn Jahren Dienstautos mit Dieselantrieb. Auch kurze Strecken zwischen Altem und Neuen Rathaus soll Schobesberger regelmäßig via „Diesel“ zurücklegen.

Seit fast zehn Jahren nutzt Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger u.a. eine Diesel-Limousine, Kosten pro Kilometer: mehr als drei Euro. Das liegt weit über dem amtlichen Kilometergeld von 42 Cent. „Ganz abgesehen von der negativen Vorbildwirkung“, sagt FPÖ-Gemeinderätin Martina Krendl, Mitglied des Umweltausschusses. Mehrfach hat der grüne Landesrat Rudi Anschober über den Feinstaub in Oberösterreich geklagt und den Ausbau der E-Mobilität gefordert – ein Aufruf, der just an Schobesberger spurlos vorüberging. Die Dienstwagen-Flotte der Stadtregierung produzierten im Vorjahr übrigens ca. 30 Tonnen CO2 plus Feinstaub.

Gemeinderatsanfrage soll Licht ins Dunkel(grün) bringen
Weder Schobesberger noch die Linzer Grünen haben sich bis dato medial zu den mehrfach geäußerten Vorwürfen geäußert. Die Linzer FPÖ bringt daher in der nächsten Gemeinderatssitzung eine Anfrage betreffend der Nutzung des Dienstautos der Grünen Stadträtin ein. „Ich bin zuversichtlich, dass einige pikante Details zum Vorschein kommen“, so FPÖ-Gemeinderätin Mia Åkerblom.

Verzicht auf Dienstauto als Signal
Andere Möglichkeiten gäbe es genug: Warum kein bewusster Verzicht aufs Dienstauto – das wäre gerade für eine grüne Stadträtin ein (fast selbstverständliches) Signal. Amtskollege Detlef Wimmer (FPÖ) zeigt’s vor – und legt dienstlichen Strecken oft zu Fuß, mit der Bim oder einem Elektroroller zurück. Längere Strecken fährt er seit drei Jahren mit dem Privat-PKW. Vorteil: Der Stadt kostet das so nur ein Siebtel eines Dienstautos mit Chauffeur. Wimmer: „Das Modell des Kilometergeldes hat sich auch in der Privatwirtschaft bewährt, warum also nicht auch in der Politik, wo man besonders verantwortungsvoll mit Geldern umgehen sollte?“

Auch Radler und Zu-Fuß-Geher kassieren Kilometergeld
Auch für Fahrradfahrten oder Fußwege gibt es (ab einer Strecke von zwei Kilometern) übrigens ein amtliches Kilometergeld von 38 Cent. Für das Moped oder das Motorrad sind’s 24 Cent pro Kilometer.

 

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