• Kritik an NEOS OÖ: Selbstbedienungsladen oder Partei? 💸
Eine Ray-Ban-Rechnung  um über 400 Euro, Haubenlokal-Bewirtungen um bis zu 700 Euro, jede Menge Linzer Hotelrechnungen teils über 3.000 Euro, Besuche der Staatsoper in Wien und anderer Konzerte – und dazu unzählige Billa-, Spar-, Foodora- und  Parkgaragen-Rechnungen: Wer sich durch die öffentlich zugängliche NEOS-Transparenzdatenbank bei den Ausgaben wühlt, kommt aus dem Staunen kaum heraus.

Dazu kommen zahllose, ständig wiederkehrende Kleinbeträge bei  MediaMarkt, dm, Billa, Spar, Tedi, Bäckereien und Gastronomiebetrieben. Auch Essenslieferdienste scheinen immer wiederkehrend auf. Es entsteht hier der Eindruck, dass jedes Sekretärinnen-Frühstückskipferl, Jause oder Mittagessen aus Parteifördergeldern bezahlt wurde.

Dabei fließen ordentlich öffentliche Fördergelder: NEOS OÖ kassiert jährlich Hunderttausende Euro, auch die kleine Linzer Zwei-Mann-Fraktion erhält knapp 80.000 Euro pro Jahr.

Das eigentliche Problem: NEOS verspricht „volle Transparenz“, bei vielen Buchungen erfährt man aber kaum mehr als Empfänger, Betrag und Schlagwörter wie „Spesen“, „Bewirtung“ oder „Beratung“. Offenlegen ist eben noch lange nicht erklären. Und was haben Ray-Ban-Brillen, Staatsoper oder die unzähligen Jausen-Einkäufe mit politischer Arbeit zu tun? Wir haben uns durch den pinken Kassabon-Dschungel gearbeitet. 👇
www.linza.at/neostransparenz/
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Seit zehn Jahren nur Streit und Stillstand: Das Urfahrmarktgelände wird zum Denkmal des politischen Versagens aller Parteien

17. Juli 2026
in Linz, Politik
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Seit bald zehn Jahren streitet die Linzer Stadtpolitik über die Zukunft des Urfahraner Jahrmarktgeländes – und herausgekommen ist exakt nichts. Statt Baggern rollen nur Presseaussendungen, statt Entscheidungen gibt es gegenseitige Schuldzuweisungen.

Jetzt eskaliert der nächste Schlagabtausch: Umweltstadträtin Eva Schobesberger fordert endlich Begrünung und Entsiegelung der glühenden Asphaltfläche, ÖVP-Vizebürgermeister Martin Hajart schießt die Pläne umgehend ab, spricht von einer Millionen-Fehlplanung und kommt einmal mehr mit dem Argument eines „Gesamtkonzepts“. Eigene Lösungen? Fehlanzeige. Wieder einmal wird alles auf Null gestellt – aber nichts besser gemacht. Eigentlich müsste für so ein großes Projekt ein Wettbewerb her – und keine In-House-Planung irgendeiner Magistratsabteilung.

„Dass sich Vizebürgermeister Hajart gerade als Marktreferent komplett seiner Verantwortung entzieht und jegliche Verbesserungsvorschläge reflexartig ablehnt, ist kurzsichtig. Damit enttäuscht er viele Menschen, die sich zurecht Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen am Hitzehotspot Jahrmarktgelände erwarten. So schickt er nicht nur das unwürdige Schauspiel um die Zukunft des Areals in die nächste Runde. Er verhindert damit auch die im Sinne des Urfahrmarkts so dringend notwendigen Verbesserungen für das Gelände im Herzen der Stadt.“ 
Stadträtin Eva Schobesberger

Donauinsel, Badebucht, Stadtpark, Begrünung – seit Jahren jagt eine Vision die nächste, nur umgesetzt wird keine. Während sich SPÖ, ÖVP und Grüne gegenseitig blockieren, bleibt einer der schönsten Plätze an der Donau eine trostlose Betonwüste. Das Urfahrmarktgelände ist damit längst zum Sinnbild der Linzer Stadtpolitik geworden: viel Gerede, viele Ankündigungen, null Fortschritt. Ein Jahrzehnt politischer Stillstand – auf Kosten aller Linzer. Unter dem Strich eine peinliche Provinzposse, die zeigt, wie man im Klein-Klein-Streit jede Lösung blockiert. Gleichzeitig zeigt der Welser Bürgermeister Andreas Rabl vor, wie er in seiner Stadt in kürzester Zeit mit dem Volksgarten ein ähnliches Projekt umsetzt.

„Bevor man plant, muss man wissen, welche Nutzergruppen einen Mehrwert haben sollen.“
Vzbgm. Martin Hajart

Umweltstadträtin Eva Schobesberger verweist auf den Hitzesommer und fordert, die „Begrünung und Entsiegelung der Stadt mit aller Kraft voranzutreiben“. Sie wolle sich „nicht damit abfinden, dass einer der schönsten Plätze von Linz eine Betonwüste ist“, und wirft Vizebürgermeister Hajart vor, sich „komplett seiner Verantwortung zu entziehen“ und Verbesserungsvorschläge „reflexartig abzulehnen“. Hajart kontert scharf und bezeichnet die Pläne als „drei Millionen Euro teure Lose-Lose-Planung“, die „weder Fisch noch Fleisch“ sei. Statt einzelner Maßnahmen fordert der ÖVP-Chef erneut „ein schlüssiges Gesamtkonzept statt stückweiser Inszenierungen und immer neuer Ankündigungen ohne Umsetzung“.

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