• ✈️ Weniger Fluggäste im Sommer – auch in Linz: 68.699 Passagiere nutzten im Juli und August 2026 den Linzer Flughafen, um 13,5 Prozent weniger als im Vorjahressommer. Auch Wien (−5,8 %), Graz (−2,4 %) und Klagenfurt (−13 %) verzeichneten Rückgänge. Zuwächse gab’s hingegen in Salzburg (+8,9 %) und Innsbruck (+5,6 %). 
Ein möglicher Höhenflug ist aber bereits eingeleitet: 1. Oktober der deutsche Manager Jörg Ebbighausen, zuvor am Flughafen München tätig, als neuer Geschäftsführer am Ruder.

Foto: Linz Airport
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Linz schreibt seinen Kultur-Fahrplan bis 2035

Mehr als 1.350 Menschen planten am "KEP3" mit

2. Juli 2026
in Freizeit, Kultur, Linz
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Wie soll sich Linz als Kulturstadt in den nächsten zehn Jahren entwickeln? Diese Frage beantwortet der neue Kulturentwicklungsplan (KEP3), den der Gemeinderat heute beschließt. Mehr als 1.350 Linzer arbeiteten zweieinhalb Jahre lang an der Zukunftsstrategie mit.

Nach den Kulturentwicklungsplänen 2000 und 2013 erhält Linz bereits zum dritten Mal einen langfristigen Fahrplan für seine Kulturpolitik. Das Ziel: Die Stadt soll ihre Rolle als Kultur- und Technologiestadt weiter ausbauen und gleichzeitig auf neue Herausforderungen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder gesellschaftlichen Zusammenhalt reagieren.

Der neue Kulturentwicklungsplan definiert dafür eine Vision, acht Schwerpunkte und insgesamt 64 Maßnahmen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie kulturelle Teilhabe, die Belebung öffentlicher Stadträume, eine engere Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen und freier Szene, faire Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit sowie der Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig soll Linz seine internationale Sichtbarkeit als UNESCO City of Media Arts weiter ausbauen.

„Kultur ist nicht die Butter aufs Brot. Kultur IST das Brot.“
Doris Lang-Mayerhofer

Besonders stolz zeigt sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer auf den breit angelegten Beteiligungsprozess. Mehr als 1.350 Personen brachten ihre Ideen ein – bei 23 Workshops, World-Cafés, Online-Befragungen, Flash-Interviews und Gesprächen mit Kulturschaffenden sowie Besucherinnen und Besuchern von Veranstaltungen wie dem Pflasterspektakel, Crossing Europe oder der Kinderklangwolke.

Der Blick reicht dabei weit über den Kulturbereich hinaus. Der KEP3 setzt verstärkt auf Kooperationen mit Bildung, Wissenschaft, Tourismus, Sozialem und Wirtschaft. Auch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land soll künftig enger werden – etwa bei internationalen Festivals, Museumsprojekten oder der KulturEXPO 2027. Ziel ist es außerdem, Veranstaltungen besser aufeinander abzustimmen und Synergien zu nutzen.

Dass Kultur längst auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden ist, zeigen aktuelle Zahlen: Rund eine Million Nächtigungen pro Jahr werden mittlerweile auch vom Kulturtourismus getragen. Der Kulturentwicklungsplan soll daher nicht nur Künstlerinnen und Künstlern bessere Rahmenbedingungen bieten, sondern auch Linz als attraktiven Kultur- und Lebensstandort weiter stärken.

Der KEP3 versteht sich als Strategie für die kommenden zehn bis 15 Jahre – gleichzeitig bleibt er bewusst offen für neue Entwicklungen. Denn eines ist für die Verantwortlichen klar: Kultur soll auch künftig ein Motor für Innovation, Lebensqualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Linz bleiben.

Die acht Schwerpunkte des KEP3
Der neue Kulturentwicklungsplan baut auf acht zentralen Themenfeldern auf, die die Kulturpolitik der Stadt Linz bis 2035 prägen sollen:

  • Teilhabe: Kultur soll für alle Menschen zugänglich sein – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund.
  • Stadträume: Kunst und Kultur sollen verstärkt den öffentlichen Raum beleben und alle Stadtteile einbeziehen.
  • Zusammenarbeit: Mehr Kooperation zwischen freier Kulturszene, großen Kulturinstitutionen, Stadt, Land sowie Bereichen wie Bildung, Tourismus und Wirtschaft.
  • Befähigung: Vor allem Kinder und Jugendliche sollen früh an Kunst und Kultur herangeführt und zum Mitgestalten motiviert werden.
  • Digitalität: Linz will seine Rolle als UNESCO City of Media Arts ausbauen und den kreativen Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz fördern.
  • Ressourcen: Faire Arbeitsbedingungen, transparente Förderungen und ein verantwortungsvoller Umgang mit finanziellen Mitteln stehen im Mittelpunkt.
  • Nachhaltigkeit: Kultur soll ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig gedacht und organisiert werden.
  • Sichtbarkeit: Die Linzer Kulturszene soll regional, national und international noch stärker wahrgenommen werden – als Aushängeschild der Stadt.

-> https://kep-linz.at/

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