Anfang 2025 führte die Kupfermuckn – die oberösterreichische Straßenzeitung, die von wohnungslosen und armutsbetroffenen Menschen verkauft wird – ein bargeldloses Bezahlsystem via QR-Code ein. Die erfreuliche Bilanz: Bereits knapp 10 % aller Verkäufe laufen digital, Tendenz steigend. Das System ermöglicht Käufe, die sonst wegen fehlendem Bargeld ausfallen würden.
Parallel zum Digitalstart gab’s 2025 einen Relaunch: Die Ausgaben erscheinen mittlerweile im durchgehenden Vierfarbdruck, mit mehr Seiten, handlicherem A4-Format und luftigem Layout. „Die Kupfermuckn ist mehr als eine Straßenzeitung. Sie ermöglich Menschen, die in herausfordernden Lebenslagen sind, Teilhabe und ein eigenes Einkommen. Damit das auch in Zukunft gelingt, geht das Magazin mit der Zeit: Die Einführung digitaler Zahlungsmöglichkeiten und die Neugestaltung bieten ein breiteres Angebot für die Leser“, sagt Sozial-Landesrat Christian Dörfel.

„Das bargeldlose Bezahlen eröffnet unseren Verkäuferinnen und Verkäufern auf unkomplizierte und schnelle Weise eine alternative Einnahmequelle. Gleichzeitig können Unterstützende spontan helfen, auch ohne Bargeld. Das ist eine echte Win-win-Situation für alle“, so Daniela Warger, Chefredakteurin der Kupfermuckn.
2026 steht ein weiteres großes Highlight an: Die Kupfermuckn feiert ihr 30-jähriges Jubiläum. Über die Geschichte der oö. Straßenzeitung:
- Die Kupfermuckn ist 1996 aus einer vom Verein Arge für Obdachlose durchgeführten Schreibwerkstatt entstanden.
- Noch heute stammt der überwiegende Teil der Texte aus der Betroffenen-Redaktion.
- Den Lesern soll dadurch ein authentischer Einblick in das Leben von Menschen am Rande der Gesellschaft vermittelt werden.
- Das Wort „Kupfermuckn“ ist ein Begriff aus der Sprache der Vagabunden und bezeichnet einen geheimen Unterschlupf.
- In Oberösterreich schlafen etwa 200 Menschen laufend in Abbruchhäusern, Parks, Kellern, Stiegenhäusern oder abgestellten Waggons.




























