In Zeiten des zunehmenden Nahversorgersterbens rückt nun auch der Linzer Auberg ins Visier. Die ÖVP Linz äußert Bedenken hinsichtlich der Zukunft der UNIMARKT-Filiale in der Nißlstraße. Nach dem Rückzug von UNIMARKT aus mehreren Standorten und der angekündigten Schließung der BILLA-Filiale in der Freistädterstraße im November 2025 droht dem Viertel ein weiterer Schlag für die wohnortnahe Versorgung. Experten sehen in diesem Trend ein Symptom des demografischen Wandels und des wachsenden Online-Handels, der besonders ältere Menschen und solche mit eingeschränkter Mobilität trifft.
Die ÖVP Linz appelliert eindringlich an die Verantwortlichen, den Standort zu erhalten. „Die UNIMARKT-Filiale am Auberg ist für hunderte Menschen ein unverzichtbarer Nahversorger“, sagt Vizebürgermeister und Stadtparteiobmann Martin Hajart. „Gerade ältere Bewohner sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind auf kurze, fußläufig erreichbare Einkaufswege angewiesen. Ein Verlust dieses Standorts würde die Versorgungssituation massiv verschlechtern und den gesamten Stadtteil schwächen.“ Hajart weist auf die sozialen Auswirkungen hin, die über bloße Einkaufsmöglichkeiten hinausgehen.
„„Die Sicherung des Standorts wäre ein starkes Zeichen der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung am Linzer Auberg.“
Auch ÖVP-Landtagsabgeordnete Elisabeth Manhal hebt die breitere Bedeutung des Marktes hervor: „Nahversorgung bedeutet weit mehr als nur Einkaufen. Sie ermöglicht Selbstständigkeit, soziale Teilhabe und Lebensqualität direkt im Wohnumfeld.“ Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der eine alternde Bevölkerung mit sich bringt, fordert sie lebendige Stadtteile mit intakter Infrastruktur. „Der Auberg darf nicht weiter ausgedünnt werden“, do Manhal.
Um den Fortbestand des Lebensmittelmarktes zu sichern, haben Hajart und Manhal einen gemeinsamen offenen Brief an die Geschäftsführungen von UNIMARKT, Spar und REWE Österreich gerichtet. Darin fordern sie intensive Anstrengungen für eine mögliche Übernahme der Filiale, um eine nachhaltige Lösung zu gewährleisten. „Die Sicherung des Standorts wäre ein starkes Zeichen der Verantwortung gegenüber der Bevölkerung am Linzer Auberg“, so der Wortlaut. Sie hoffen auf eine positive Entscheidung, die den Betroffenen zugutekommt.
Der Fall am Auberg reiht sich in eine Serie ähnlicher Schließungen ein, die in Oberösterreich und darüber hinaus zu Debatten über die Zukunft der Nahversorgung führen. Bisher haben die angesprochenen Unternehmen noch nicht auf den Brief reagiert.




























