• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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Grünes Licht für die neue Obus-Linie 48

Wichtiger Meilenstein für den Linzer Öffentlichen Verkehr

8. Januar 2026
in Freizeit, Klima, Linz, Politik
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Ende 2025 haben die LINZ AG LINIEN die Konzession für die neue Obus-Linie 48 von der Landesbehörde erhalten. Nach der Finanzierungsvereinbarung im Frühjahr ist dies ein entscheidender Schritt hin zur Realisierung der modernen Ost-West-Achse, die den öffentlichen Nahverkehr in Linz nachhaltig stärken wird.

Die geplante Strecke der Linie 48 ist 6,25 Kilometer lang und verbindet den Norden mit dem Osten der Stadt: Sie startet am Karlhof in Urfahr, überquert die neue Eisenbahnbrücke, führt durch das Krankenhausviertel, die Grüne Mitte und den Bulgariplatz bis zur Endhaltestelle WIFI/LINZ AG. Insgesamt sind 15 Haltestellen vorgesehen, die zahlreiche Umsteige- und Anbindungsmöglichkeiten bieten.

Besonders innovativ: Abschnitte der Route – etwa zwischen Donauparkstadion und Paul-Hahn-Straße – verlaufen auf einer eigenen, staufreien Trasse der LINZ AG. Diese wird vertraglich auch von der künftigen Regionalstadtbahn mitgenutzt. So entsteht eine schnelle, zuverlässige Verbindung ohne Beeinträchtigung durch den Individualverkehr.

Verkehrsstudien prognostizieren langfristig mehr als 20.000 Fahrgäste pro Tag. Die Linie erschließt aufkommensstarke Ziele wie das Krankenhausviertel, wo sie nahtlos an die bestehenden Obus-Linien 45 und 46 anknüpft. Sie entlastet zentrale Achsen wie die Landstraße, den Hauptbahnhof und die Nahverkehrsdrehscheibe, schafft Flexibilität bei Sperren und verbindet künftig optimal mit der Stadtbahn sowie dem geplanten ÖBB-Knoten Franckviertel.

Bürgermeister Dietmar Prammer: „Die Konzession für die Obus-Linie 48 ist ein wichtiger Meilenstein für die neue Obus-Achse in Linz. Mit dieser zukunftsweisenden Verbindung stärken wir den öffentlichen Verkehr, erschließen den Linzer Osten und entlasten zentrale Verkehrsachsen nachhaltig.“

Die Planungen laufen parallel zur Regionalstadtbahn. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Linie 48 liegt bei 59,3 Millionen Euro, wobei der Beitrag des Landes mit 23,7 Millionen Euro gedeckelt ist.

Es gab zwar Verzögerungen bei der Fahrzeugbeschaffung (Insolvenz des ursprünglichen Herstellers Van Hool), was den Zeitplan etwas unsicher macht – eine Verschiebung ins Jahr 2028 ist nicht ausgeschlossen, aber 2027 bleibt der offizielle Zieltermin zum Start der neuen Buslinie. Bereits im Herbst 2026 sollen die ersten Haltestellen für die Linie 48 errichtet werden.

Mehr Details zur Streckenführung gibt es in einem Video auf: www.linzag.at/linie48

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