Während die Temperaturen weiterhin im Minusbereich liegen, verbringen in Linz zahlreiche obdachlose Menschen die Nächte im Freien – unter Brücken, in Parks oder notdürftig in öffentlichen Anlagen. Manche suchen Schutz in der Tiefgarage am Hauptbahnhof oder unter den Rutschen von Kinderspielplätzen. Diese Zustände seien für niemanden tragbar – weder für Betroffene noch für die Stadtgesellschaft, sagt FPÖ-Sozialsprecher Peter Stumpner.
Besonders schwierig ist die Situation für Personen, die aufgrund psychischer Erkrankungen oder Suchtprobleme keine Aufnahme in regulären Notschlafstellen finden. Hinzu kommen Menschen, die Gemeinschaftsunterkünfte nicht ertragen und deshalb im Freien übernachten. „Diese Menschen fallen durch das Raster des bestehenden Hilfssystems“, sagt Stumpner. „Sie brauchen einfache, sichere Rückzugsräume – unabhängig von Bürokratie oder politischen Zuständigkeiten.“
„Es ist unerträglich, dass Menschen bei diesen Temperaturen in Tiefgaragen oder im Freien schlafen müssen, während gleichzeitig über Zuständigkeiten gestritten wird.“
Der freiheitliche Sozialsprecher richtet einen klaren Appell an die neue Linzer Sozialstadträtin Karin Leitner (SPÖ): „Es geht jetzt nicht um politische Abgrenzung, sondern um konkrete Hilfe. Frau Stadträtin Leitner ist gefordert, bestehende Differenzen mit dem Land Oberösterreich zu überwinden und gemeinsam mit Sozial-Landesrat Christian Dörfel rasch praktikable Lösungen zu finden.“ Laut Stumpner müsse die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land sofort intensiviert werden. Nur so könne in dieser angespannten Situation schnell geholfen werden – jenseits parteipolitischer Grenzen.
Niederschwellige Notquartiere gefordert
Die FPÖ Linz fordert, kurzfristig zusätzliche Notunterkünfte mit besonders niedrigschwelligen Zugängen einzurichten. Diese sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren: Wärme, Schutz, Sanitäranlagen und Sicherheit: „Es braucht einfache, tolerante Rückzugsräume ohne hohe Hürden – Orte, die auch jene annehmen können, die in klassischen Notschlafstellen keinen Platz finden oder diese nicht nutzen wollen“, so Stumpner. Gerade im Winter dürfe niemand gezwungen sein, im Freien zu schlafen, nur weil Zuständigkeiten unklar seien.


























