• 😂 „Niemand sagt URFIX!“
Monty Python hätte seine Freude gehabt: In ‚Das Leben des Brian‘ durfte man ‚Jehova’ nicht sagen – in Linz war es eine Zeit lang offenbar „Urfix“. Wie das?

Eine Privatperson hatte sich den Begriff als Wortmarke gesichert. Vizebürgermeister Martin Hajart machte dem Spuk ein Ende: Die Stadt meldete ‚Urfix’ selbst als Marke an und bekam nun vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) Recht.

🪨 Also liebe Linza: Ihr dürft wieder „URFIX“ sagen! Und wer es dreimal hintereinander ruft, wird nicht gesteinigt – sondern bekommt höchstens Durst auf ein Bier. 🍺😂

👉 www.linza.at/jetzt-darf-wieder-jeder-urfix-sagen/
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Nachts dicht: Acht von elf Linzer Polizeiinspektionen schließen ihre Türen

Denkfehler? Polizeiinspektionen sind ein Nahversorger in Sachen Sicherheit und keine "Einsparposten"

2. September 2026
in Land, Linz, Politik
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Was im Juni noch angekündigt wurde, ist nun Realität: Mit September ist die Testphase für das neue Dienstzeitmanagement der Polizei angelaufen. Acht der elf Linzer Polizeiinspektionen haben seither nur noch von 6 bis 22 Uhr für den Parteienverkehr geöffnet, die Dienststelle am Hauptbahnhof bis 2 Uhr früh. Lediglich die Polizeiinspektionen Landhaus und Nietzschestraße bleiben rund um die Uhr geöffnet. Die frei werdenden Personalressourcen sollen verstärkt für den Streifendienst eingesetzt werden.

Für die Linzer Bevölkerung wird der direkte Weg zur Polizei gerade in den sicherheitstechnisch fordernden Nachtstunden künftig eingeschränkt und erschwert: Die Landespolizeidirektion bündelt den Parteienverkehr ab September auf zwei zentrale Dienststellen. Während die Inspektionen Landhaus und Nietzschestraße weiterhin rund um die Uhr geöffnet bleiben, schließen zahlreiche andere Wachzimmer nachts.

👉 Acht der elf Polizeiinspektionen sind nur noch von 6 bis 22 Uhr geöffnet.
👉 Die Dienststelle am Hauptbahnhof ist bis 2 Uhr früh besetzt.
👉 Nur Landhaus und Nietzschestraße bleiben rund um die Uhr geöffnet.

Betroffen sind mehrere Standorte im gesamten Stadtgebiet. Wer zwischen 22 Uhr und 6 Uhr eine Anzeige erstatten, einen Fundgegenstand abgeben oder ein Sicherheits-Anliegen Hatz, muss künftig eine der beiden zentralen Dienststellen aufsuchen. Auch die Polizeiinspektion am Hauptbahnhof wird ihre bisherige Erreichbarkeit einschränken. Die Polizei begründet die Änderungen mit organisatorischen Anpassungen.

„Die nächtliche Schließung von sieben Polizeidienststellen ist ein Rückzug der Exekutive und der sichtbaren Präsenz vor Ort – das lässt sich weder schönreden noch mit einer irgendwo in der Stadt herumfahrenden Polizeistreife weder schönreden noch kompensieren.“.

 

Kommentar
Was komplett ausgeklammert wird: Polizeiinspektionen sind für viele Bürger die erste und oft wichtigste Anlaufstelle in Sicherheitsfragen. Wer Opfer eines Diebstahls oder eines tätlichen Angriffs wird, einen Vorfall melden möchte oder sich in einer Notsituation befindet, sucht häufig den direkten Kontakt zu einer nahegelegenen Dienststelle. Ein geschlossenes Wachzimmer vermittelt dagegen das Gefühl, mit seinen Anliegen allein gelassen zu werden.

„Ja aber, man kann ja eh den Notruf wählen!“ Theoretisch ja, aber: Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass ein Streifenwagen spät oder gleich gar nicht kommt, wenn das Anliegen nicht wichtig genug erscheint. Gerade nachts spielt die sichtbare Präsenz der Polizei eine entscheidende Rolle. Drogendealer oder Kriminelle werden durch dunkle Wachzimmer und geschlossene Polizeiinspektionen wohl kaum abgeschreckt.

„Ja, die nächtliche Schließung von sieben Polizeidienststellen ist ein Rückzug  der sichtbaren Präsenz vor Ort – das lässt sich auch nicht mit einer irgendwo in der Stadt herumfahrenden zusätzlichen Polizeistreife schönreden oder kompensieren.“

Eine besetzte Polizeiinspektion vermittelt Sicherheit, schafft Vertrauen und signalisiert, dass der Staat vor Ort präsent ist. Für die Bevölkerung entsteht  der Eindruck eines Rückzugs der Exekutive aus den Stadtteilen. Ja, die nächtliche Schließung von sieben Polizeidienststellen ist ein Rückzug  der sichtbaren Präsenz vor Ort – das lässt sich auch nicht mit einer irgendwo in der Stadt herumfahrenden zusätzlichen Polizeistreife schönreden oder kompensieren.

Und ernsthaft zu argumentieren, es würde sich bei der Verfügbarkeit von Polizisten und der „Versorgung“ mit Sicherheit nix ändern, gleicht einer Beleidigung für jeden Bürger mit Verstand: Schließen und Zusperren (selbst wenn es es nur zeitlich begrenzt ist) bedeutet unter dem Strich IMMER Einsparen von Vorort-Präsenz und damit von Infrastruktur und Personal. Man kann die Schließung von Wachzimmern auch nicht mit der Einführung von Selbstbedienungskassen beim Supermarkt oder dem Selbertanken (das beides bekanntlich fast ganz ohne Personal funktioniert) vergleichen, wie es ein lokales Medium getan hat. Wer das ernstlich macht, ist ein bestenfalls sicherheitspolitischer Dummkopf – oder einfach nur ein linker Träumer.

 

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