Rennradfahrer mit hohem Tempo, dazwischen Spaziergänger, Familien mit Kindern und Hundebesitzer: Rund um den Donaustrand in Alturfahr sorgen schnelle Radler zunehmend für Ärger. Nach einer lebhaften Diskussion in den sozialen Medien fordert Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) nun Maßnahmen und nimmt Verkehrsreferent Martin Hajart (ÖVP) in die Pflicht.
Alturfahr zählt vor allem in den Sommermonaten zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Linzer. Gleichzeitig führt entlang der Donau eine stark frequentierte Radroute. Genau diese Kombination sorgt offenbar zunehmend für Konflikte. Anrainer und Besucher beklagen, dass insbesondere Rennradfahrer teilweise mit hohem Tempo unterwegs seien. Sicherheitsstadtrat Michael Raml greift die Beschwerden nun auf: „Das Wohn- und Naherholungsgebiet rund um den Donaustrand braucht mehr Rücksicht und Sicherheit!“
„Alturfahr ist keine Rennstrecke“
Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, Radfahrer generell an den Pranger zu stellen. Der überwiegende Teil verhalte sich verantwortungsvoll. Kritik übt Raml aber an jenen Radlern, die den Weg durch das dicht besiedelte Gebiet als Trainingsstrecke betrachten.
„Alturfahr ist keine Rennstrecke. Wir sprechen hier von einem dicht besiedelten Wohngebiet und gleichzeitig einem der beliebtesten Naherholungsgebiete unserer Stadt“, sagt Raml. Gerade in den warmen Monaten seien rund um den Donaustrand zahlreiche Familien mit Kindern, Spaziergänger, ältere Menschen und Hundebesitzer unterwegs. Wer mit dem Fahrrad unterwegs sei, müsse daher sein Tempo den örtlichen Gegebenheiten anpassen und entsprechend Rücksicht nehmen.
30 km/h sollen nicht nur auf dem Boden stehen
Besonders verweist Raml auf die bestehende 30-km/h-Beschränkung, auf die mit Tafeln und Bodenmarkierungen hingewiesen wird. Diese dürfe nicht nur auf dem Papier bestehen.
„Regeln gelten für alle Verkehrsteilnehmer, auch für Radfahrer. Wenn dort auf gut sichtbaren Tafeln und Bodenmarkierungen 30 km/h vorgeschrieben sind, dann darf diese Beschränkung nicht nur auf dem Papier stehen“, so Raml. In einem Wohn- und Naherholungsgebiet müsse die Sicherheit Vorrang vor „persönlichen Geschwindigkeitsrekorden“ haben.
Raml nimmt Hajart in die Pflicht
Der Sicherheitsstadtrat fordert deshalb Verkehrsreferent Martin Hajart auf, gemeinsam mit Verkehrsplanung und Polizei nach Lösungen zu suchen. Konkret sollen eine noch deutlichere Kennzeichnung der Geschwindigkeitsbeschränkung, verstärkte Kontrollen sowie weitere verkehrstechnische Maßnahmen geprüft werden.
„Martin Hajart ist als Verkehrsreferent gefordert, die Situation in Alturfahr in Ordnung zu bringen“, sagt Raml. Ziel müsse sein, den Donaustrand und Alturfahr als Orte zu erhalten, an denen sich Familien, Anrainer und Erholungssuchende sicher bewegen und wohlfühlen können.













