Nicht nur, dass der heimische Fußball vier Wichen früher als Deutschland in die neue Bundesliga-Saison startet – auch die Ankickzeiten sorgen für Buhrufe. So musste der LASK am heißesten Tag des Jahres zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt um 18:30 Uhr gegen den GAK ran. Zwei Sonntagspartien wurden gar um 17 Uhr angepfiffen. Das sind Terminierungen, die weder Zuschauer ins Stadion locken noch vor dem TV-Gerät zum Zuschauen einladen. Deppat oda wos, Bundesliga?
Ja eh: TV-Partner Sky gibt die Ankickzeiten vor, so sinnlos diese auch sein mögen. Wobei man wissen muss: Dem Sender sind die Übertragungsrechte immer weniger wert. Aktuell fließen nur noch 34 Millionen Euro an die 28 Erst- und Zweitligisten, nachdem es in der Vorsaison noch 42 Millionen Euro waren (zum Vergleich: In Deutschland sind es 1,2 Milliarden Euro, in der Schweiz etwa 45 Millionen Euro). Und dennoch lässt man sich auf solch absurde Sommer-Ankickzeiten wie 17 Uhr ein – unfassbar. Da werden aus zwei „Trinkpausen“ dann vier oder mehr.
Und es geht so weiter: Nächsten Sonntag muss die SV Ried um 17 Uhr gegen Rapid Wien ran, drei weitere Spiele starten ebenfalls um 17 Uhr. Bleibt die Frage: Warum stellen sich die Bundesliga-Verantwortlichen und vor allem die Vereine nicht auf ihre Hinterbeine? Nur sie hätten es in der Hand, im Hochsommer für zuschauerfreundliche Anpfiffzeiten zu sorgen.
Ganz abgesehen davon ist es völlig unverständlich, dass schon Ende Juli mit der neuen Saison begonnen wird. Die deutsche Bundesliga (mit mehr Europacup-Teilnehmern und zudem zwei Ligaspielen mehr) startet erst am 28. August – und damit vier Wochen später in die Meisterschaft. Das Argument, dass es bei uns kälter als in Deutschland sei und wir daher im Winter eine längere Pause benötigen, zieht angesichts der schneearmen „kalten“ Jahreszeit und im Zeitalter verpflichtender Rasenheizungen einfach nicht mehr. Auch mehr englische Wochen – also zusätzliche Spieltage unter der Woche – wären durchaus denkbar.

















