• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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Silvesterpfad statt Hauptplatz-Bühne: erste Ideen für den „neuen“ Jahreswechsel in Linz

10. Oktober 2024
in Events, Freizeit
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Erinnern Sie sich noch? Vor einigen Jahren feierte Linz noch den Jahreswechsel mit einem bunten Programm am Hauptplatz, Silvesterbühne und Feuerwerk. Die Stadtpolitik drehte die Feierlichkeiten aber ab, speziell das Bürgermeisterbüro hatte keine Lust mehr auf Silvester in der Innenstadt, feierte selbst aber zwei Wochen später beim „Neujahrsempfang“ den Jahreswechsel mit über 1.000 geladenen Ehrengästen. Jetzt bemüht sich Vizebürgermeistert Martin Hajart um ein Comeback des „Linzer Silvesters“. Am 17. Oktober steigt dazu ein erster Gastro-Gipfel, auch erste Ideen schwirren bereits herum. 

Mit an Bord sind einige der namhaftesten Linzer Gastronomen – allen voran Mastermind  Karl Weixelbaumer (Sandburg, Teichwerk…). Eine Idee könnte sein: keine große Bühne mehr am Hauptplatz (inklusive mühsamer, kaum zu stemmender Auflagen), sondern ein kleiner, aber feiner Linzer Silvesterpfad nach Wiener Vorbild – mit Ständen der alteingesessenen Gastronomie vor Ort, Foodtrucks, DJ-Musikinseln und mehr: „Das könnte sich im Viertel zwischen Hauptplatz, Altstadt, Herrenstraße, Spielwiese und Betlehemstraße abspielen, in jeder Straße gibt’s eine andere Musikrichtung von Schlager bis hin zu den 90ies“, gibt Gastro-Guru Siegi Goufas einen ersten Einblick in die mögliche Stoßrichtung des Linzer Silvester-Comebacks.

Keine große Bühne, sondern ein kleiner, aber feiner Linzer Silvesterpfad nach Wiener Vorbild

Durch den Verzicht auf die große Bühne am Hauptplatz hätte man auch keinen Kulminationspunkt, wo viele Leute auf einmal zusammenkommen – inklusive der bekannten Probleme. Motto: Klein und fein, mit der Option, über die Jahre zu wachsen.

Am 17. Oktober ruft der Linzer Gastronom und Obmann der oö. Hotellerie Michael Nell zum ersten Silvester-Gastro-Gipfel, um Nägel mit Köpfen zu machen. Ob’s was wird, hängt natürlich stark vom geschäftsführenden Vizebürgermeister Dietmar Prammer ab – die SPÖ hat bekanntlich bis zuletzt gemauert, was eine Silvesterparty in der Linzer City betrifft.

Der Wiener Silvesterpfad zog beim letzten Jahreswechsel 800.000 Besucher an, auch in Graz (Wasser-/Lasershow am Hauptplatz), Salzburg („Altstadtsilvester“, dort wird der Weihnachtsmarkt bis zum 31.12 verlängert und wird zum Silvestermarkt) und beim Innsbrucker „Bergsilvester“ feierten zehntausende friedlich und gemeinsam den Rutsch ins Neue Jahr. Vielleicht hat auch Linz heuer am 31.12. (endlich) wieder was zu feiern – mit der entsprechenden Wertschöpfung, die in der City bleibt…

 

Titelfoto: stadt Wien Marketing, David Bohmann

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