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Verhindern Blau-Weiß Fans den Transfer des Israeli-Torjägers Weissman?

Österr. Ex-Torschützenkönig in der Kritik linkslastiger Fans

8. September 2025
in Freizeit, Land, Linz, Sport
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Ja gibt’s denn das? Da will der FC Blau-Weiß Linz mit Ex-Torschützenkönig Shon Weissman endlich eine ECHTE Verstärkung an die Donau holen, dann haben die Fans etwas dagegen: Der bekannt linkslastige Anhang der Blau-Weißen soll den Klub mit Protesten wegen der Verpflichtung des Israelis unter Druck setzen.

Grund: Weissman habe in sozialen Netzwerken die Gegenwehr Israels gegen die Terrorangriffe aus Palästina aktiv gutgeheißen und dabei auch nicht mit Emotionen gespart – durchaus nachzuvollziehen, seinem Land wird schließlich seit Jahrzehnten im Nahen Osten die Existenz abgesprochen und die Auslöschung gefordert.

Bereits im August diesen Jahre war Weissman beim deutschen Zweitligisten Düsseldorf im Gespräch. Dort haben Fans sogar eine Petition gegen den 29-Jährigen gestartet, woraufhin der Klub von einer Verpflichtung Abstand nahm. Unter dem Strich wäre es eine Selbstmontage, sollten die krisengebeutelten Blau-Weißen diesen Transfer platzen lassen.

Kommentar
Es scheint modern geworden zu sein im Fußball: Auch hier spielt die Politik immer mehr hinein – oder besser gesagt die links-woke political Correctness (bzw. was manche dafür halten). Man muss die Anti-Palästina-Postings von Shon Weissman nicht gutheißen oder mögen, aber: Wie kann sich unsereiner vom bequemen Wohnzimmersessel aus anmaßen, die Gefühlswelt von einem, dessen Land (und somit dessen Familie und Freunde) seit Jahrzehnten mit Raketen angegriffen wird und dem ständig das Existenzrecht abgesprochen wird (fast alle Länder der Nahost-Region verfolgen mehr oder weniger offen das Ziel, Israel auszulöschen), zu kennen und zu verurteilen? Früher hat man sich erstmal selber ein persönliches Bild gemacht, bevor man über Menschen urteilt, statt alles nachzuplappern, was irgendwo in der Zeitung stand. 

Wie würde es uns gehen, wenn alle paar Tage ein paar Raketen im Vorgarten oder gleich in die Wohnung einschlagen, wenn die eigene Frau und die eigenen Kinder verschleppt und seit vielen Monaten in Tunnelgängen versteckt werden oder bereits zu Tode gefoltert wurden? Shon Weissman selbst sagt: „Ich bin der Sohn einer Nation, die noch immer über den Horror des 7. Oktober trauert. Es ist sowohl möglich als auch notwendig, gegen das Leid unschuldiger Menschen auf beiden zu sein, aber ich werde es nicht zulassen, als jemand dargestellt zu werden, der für Hass wirbt. Am Ende des Tages wird eine Person immer zu seinem Land stehen, egal was passiert. Kein Außenstehender kann wirklich verstehen, was wir durchgemacht haben.“
Krieg ist niemals schön, gerecht oder angenehm (das haben wir in Europa oft schon längst vergessen). Israel steht dennoch zumindest für westliche Werte, für unsere Art zu leben, der Großteil der Bewohner Palästinas verabscheut genau dieses Weltbild und will nicht nur die Israelis lieber tot als lebendig sehen – gestern, heute und morgen. Das ist trauriger Fakt und auch zu bedenken, bevor man irgendein Posting von Weissman verurteilt.
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