Kaum wird in Linz einmal etwas Neues geschaffen, gibt es nach kurzer Zeit die ersten Forderungen nach Evaluierungen und Einschränkungen. Diesmal trifft es die Freizeitzone „Under the Bridge“ bei der Eisenbahnbrücke.
Nach rund einem Jahr Betrieb fordert ausgerechnet die Gemeinderatspartei LinzPlus, die sich ursprünglich für das Projekt starkmachte, „eine Evaluierung des Projekts. Anlass sind wiederholte Rückmeldungen von Anrainern über Lärmbelästigungen“, so LinzPlus via Aussendung.

Pikant: LinzPlus fordert bekanntlich auch eine Aufwertung des Jahrmarktgeländes zu einem Freizeitbereich mit Badebucht. Nur: Wie soll das funktionieren, dort gibt es schließlich auch Anrainer….

Klar ist: Natürlich müssen berechtigte Anliegen von Anrainern ernst genommen werden. Aber wenn jedes Projekt schon nach kurzer Zeit wieder infrage gestellt wird, ist es kein Wunder, dass in Linz immer weniger umgesetzt wird. Wer lebendige öffentliche Räume will, muss auch akzeptieren, dass dort Menschen zusammenkommen, Veranstaltungen stattfinden und nicht immer absolute Ruhe herrscht – gerade wenn man zentral wohnt. So droht Linz zur Stadt zu werden, in der am Ende nicht mehr gefragt wird, was möglich ist, sondern nur noch, wer etwas dagegen haben könnte….
















