• 🌳 Mehr Grün statt Asphalt in Urfahr!
Jetzt nehmen Grüne und LinzPLUS das Heft in die Hand: Mindestens 5.000 m² des sieben Fußballfelder großen  Jahrmarktgeländes sollen entsiegelt und mit Grünflächen und Bäumen aufgewertet werden – ohne den Urfahranermarkt einzuschränken. So wie auf unserem Rendering (oder ähnlich) könnte etwas mehr Grün am Jahrmarktgelände wirken. 

„Ich möchte mich jedenfalls nicht damit abfinden, dass einer der schönsten Plätze der Stadt eine Betonwüste bleibt“, sagt Umwelt- und Stadtgrünstadträtin Eva Schobesberger, die den Antrag initiiert hat.

Auch Linz+-Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik sieht großes Potenzial: Andere Städte würden sich nach einer derart großen, zentral gelegenen Fläche direkt am Wasser „alle zehn Finger abschlecken“. Nach jahrelangen Diskussionen sei es an der Zeit, schrittweise Asphalt zu entfernen.
Ganzer Bericht in unserem LINZA-Onlinemagazin!

Foto: KI-generiert.
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Die teuerste Zughaltestelle der Welt?

Milliardenteure Verschwendung der Westbahnstrecke in der Kritik

31. März 2026
in Freizeit, Land, Linz, Politik
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Aus einer schnurgeraden Strecke wird ein „S“: Mindestens eine Milliarde Euro kostet die derzeitig Bau befindliche Verschwenkung samt vierspurigem Ausbau der Weststrecke von Linz nach Marchtrenk, um den Linzer Flughafen einzubinden. Kritiker halten diese 15,7 km lange Umleitung der bestehenden Trasse für sinnlos. Um dieses Geld hätte sich die S-Bahn nach Gallneukirchen, deren Finanzierung noch völlig offen ist, errichten lassen. Bilder von den Bauarbeiten zeigen nun die enormen Eingriffe, die die knapp 30 Meter breite Trasse in die Natur verursacht.

Vier neue Gleise sollen die bisher zweigleisige Strecke künftig ersetzen. „Bei diesem Neubau bietet sich die Chance, durch eine Anpassung der Streckenführung mehrere Vorteile zu schaffen: Die räumliche Zerschneidung des Orts Pasching aufheben, Lärm reduzieren sowie ein Zusammenwachsen der Ortsteile und gleichzeitig Chancen zur Siedlungsentwicklung ermöglichen“, so die ÖBB beim Baubeginn 2022. Damals war man übrigens noch von 775 Mio. Euro Baukosten ausgegangen, 2025 war es bereit eine knappe Milliarde.

Knapp 30 Meter breit ist die neue Bahntrasse, die durch Wiesen und Felder zwischen Leonding/Pasching und Hörsching gegraben wird. (Foto: Redaktion)

Die zukünftige Verschwenkung der Trasse (rot) im Vergleich zur bestehenden Linie (gelb). Grafik: ÖBB
Die Trasse wird im Bereich Pasching–Hörsching wenige hundert Meter nach Süden verschoben. „Die neue Strecke bindet so auch das wachsende Gewerbegebiet im Bereich des Flughafens Hörsching in die Weststrecke ein und setzt damit einen Impuls für die Wirtschaft“, heißt es seitens der ÖBB zu diesem Megaprojekt, das etwa eine Milliarde Euro verschlingen wird. 60 Hektar Grünland und Ackerfläche werden von der neuen, vierspurigen, 29 Meter breiten Gleistrasse beansprucht.

Die beim Linzer Flughafen geplante Haltestelle inkl. Park & Ride Anlage (Screenshot: ÖBB/Youtube)
Kommentar
Die wohl weit über eine Milliarde Euro teure Weststrecken-Verschwenkung zwischen Linz und Marchtrenk ist ein Steuergeld-Schildbürgerstreich allererster Güte. Um dieses Geld hätte man die S-Bahn nach Gallneukirchen (für die bis heute die Finanzierung völlig offen ist) bauen können – inklusive ebenfalls noch offene Elektrifizierung der Mühlkreisbahn. Wenn man denn schon eine Anbindung des Flughafens ans hochrangige Öffi-Netz will: Weit billiger – und attraktiver – wäre eine Anbindung an das Straßenbahnnetz mit einer einspurigen Stichstrecke von der Trauner Kreuzung gekommen. Die Kosten wären mit etwa 50 Mio. Euro überschaubar, führt doch die bestehende Linie nach Traun etwa in 2,5km Entfernung am Airport vorbei. Auch ein dichter Bustakt würde einen Bruchteil davon kosten – alles hätte den Airport auch für künftige Entwicklungen mehr als ausreichend abgedeckt. Warum man mit einem Mega-Projekt der Westbahnstrecken-Verschwenkung hier mit Kanonen auf Spatzen schießt, scheint mehr denn je schwer nachvollziehbar. Der auf jeden Fall nötige Ausbau auf vier Gleise am bestehenden Gleisbett hätte maximal die Hälfte der Kosten verursacht, erst die Verschwenkung und somit der komplette Neubau der Trasse macht die Sache erst so richtig  teuer. Der mitschwingende Gedanke, dass einst nicht nur die S-Bahn, sondern auch Intercity-Züge und internationale Verbindungen am Flughafen Linz halten und einen Umstieg ins Flugzeug ermöglichen, klingt aus heutiger Sicht absurd. Selbst nach der Eröffnung müssten Flugäste erst zum Hauptbahnhof fahren, dort in den Regionalzug oder die S-Bahn umsteigen, um dann zum Airport zu gelangen. 
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