• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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Das Würstelbudensterben – ein österreichweites Phänomen

Auch in Linz gibt es immer weniger Würstelstände

23. Februar 2025
in Freizeit, Linz
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Das Würstlbudensterben betrifft nicht nur Linz, sondern ist ein österreichweites Phänomen: Vor acht Jahren war beim „Warmen Hans“ am Linzer Hauptplatz Schluss, vorletztes Jahr schloss der Imbiss beim Bruckner Tower, 2024 hörte mit dem „Kaiser Franz“ an der Unionstraße ein weiterer bekannter Betrieb auf. Österreichweit sank die Anzahl der Würstelstände in den letzten zehn Jahren um fast 40 Prozent auf 526 Standorte. Auch in Linz gibt es nur mehr eine Handvoll an Würstelbuden.

„Am 22.3.2024 ist es so weit, der Imbiss wurde von meinem Vermieter verkauft. Das Würstelstand sterben geht weiter. Hoffe wir sehen uns ein letztes Mal in der Unionstraße, da Kaiser freut sich auf viele Gäste“, schrieb Pächter Franz Wohlmuth im März letzten Jahres. Es war der letzte „Fall“ in der Causa Linzer Würstelbudensterben.

Bereits im Juni 2017 schloss der legendäre „Warme Hans“ am Hauptplatz, wie zuvor viele andere Würstlbuden – etwa unterhalb des Lentos an der Donaulände, beim Hinsenkampplatz oder gegenüber des Bruckner Tower. Älteren Semestern ist auch noch das „Passage Pick“ vor dem heutigen Passage Einkaufszentrum bekannt.

Neben nicht verlängerten Pachtverträgen ist das Würstelbudensterben auch dem geänderten Essverhalten der Linzer geschuldet. Die jungen Nachtschwärmer greifen lieber zu Pizza und Kebab, die man die ganze Nacht an fast jeder Hausecke bekommt. In einem 400-Meter-Radius zum Warmen Hans gab es zur Zeit der Schließung bereits sieben Kebab-Buden.

Bereits 2017 schloss der legendäre „Warme Hans“ am Linzer Hauptplatz. (Foto: LINZA)

Ein großes Problem hatte – warum auch immer – die Linzer Stadtpolitik mit dem Thema Würstelstand: So wollte man viele Jahre lang auch die beiden Buden am Taubenmarkt weg haben, weil sie aus Rathaus-Sicht das Ortsbild verschandeln würden. Auch die beiden Betriebe am Schillerpark scheinen gefährdet: Beim geplanten Um- bzw. Neubau des dortigen Einkaufszentrums und der Neugestaltung der Südlichen Landstraße könnten diese ebenfalls verschwinden.

Würstl 2.0: die Blunzn Bosna von „Die Obelisk“. (Foto: Die Obelisk)
Es gibt aber auch positive Ausnahmen – oder besser gesagt eine: 2020 eröffnete „Die Obelisk“ bei der Bim-Endhaltestelle Universität – und damit das wohl coolste Würstelstandl des Landes. Famos: die dortigen Bosner-Variationen, die da wären:
  • Bauern Bosna mit Ruccola, Röstzwieben und Hongi-Senf-Sauce
  • Blunzn Bossa mit Röstzwiebeln
  • Käsekrainer Bosna
  • Berner Bosna (mit Berner Würstl)
  • Tschibal Bosna (mit Cevapcici)
  • New Yorker Hot Dog
  • Sur-Selch Whopper
  • Pusztalaibchen pur
Weitere Infos: www.die-obelisk.at

 

 

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