• 🎣 SCHWARZFISCHER: HAT LINZ EIN PROBLEM?
Ist das vielleicht auch ein Zeichen steigender Armut? „Linz hat ein massives Problem mit Schwarzfischern“, schreibt uns der langjährige Linzer Angelfreund B.
Gemeint sind unter anderem Bedienstete von Lastkähnen und Kreuzfahrtschiffen, aber auch in Linz ansässige Personen, die laut seinen Beobachtungen völlig ungeniert ohne Lizenz in den Häfen und an der Donau fischen – und sich dabei weder an Entnahmeregeln noch an Schonzeiten oder Mindestgrößen halten sollen.

👉 „Als ehrliche Fischer zahlen wir 230 Euro für die Jahreskarte, um damit auch den Neubesatz zu ermöglichen. Kontrollen gibt’s aber so gut wie keine“, ärgert sich B.
Dabei können Verstöße gegen das OÖ Fischereigesetz teuer werden: Für entsprechende Verwaltungsübertretungen sind Geldstrafen von bis zu 2.200 Euro möglich.
🎣 Frage an die Linzer Angler-Community:  Wird an der Linzer Donau tatsächlich zu wenig kontrolliert?
Montag, September 21, 2026
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Zwischen Leberkäs’ und Leitbetrieb“ – Linz diskutiert über seine wirtschaftliche Zukunft

Vizebürgermeister Martin Hajart "matcht" sich mit Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer bei einem launigen Diskussionsabend in Linz

7. November 2025
in Linz, Politik
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Wie kann Linz zwischen Industrie, Innovation und Individualbäcker in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten auf der Überholspur bleiben? Beim fünften Future-Talk „Forward – Vordenken für Linz“ im Linzer Domcafé stand die Zukunft des Wirtschaftsstandorts im Mittelpunkt. Gastgeber und Initiator Vizebürgermeister Martin Hajart (VP) lud zum hochkarätig besetzten Expertentalk, und rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Unternehmertum folgten der Einladung.

Industrie unter Druck
Für die entscheidenden Impulse an diesem denkwürdigen Abend sorgten vor allem die Gäste am Podium:Mag. Martin Hajart, Forward-Gastgeber, Vizebürgermeister und Marktreferent der Stadt Linz, Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Univ.-Prof. Dr. Stefanie Lindstaedt, Gründungspräsidentin IT:U sowie Helga Honeder, Leiterin kaufmännischer Bereich Honeder Naturbackstube.

„Wir können nicht in Schönheit sterben, während uns andere Teile der Welt wie China und die USA links und rechts überholen.“

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer warnte vor einer zunehmenden Belastung der Industrie durch Bürokratie und CO₂-Bepreisung: „Wir brauchen ganz klar eine Offensive im Bereich der Entbürokratisierung, beispielsweise bei der Beschleunigung von Genehmigungen. Denn ohne Industrie, die gerade für Linz von zentraler Bedeutung ist, gibt es keine Jobs und keinen Wohlstand.“

Aktueller denn je sei die Debatte der CO₂-Bepreisung. Hattmannsdorfer warnte davor, dass ein Aus der Gratis-Zertifikate tausende Jobs gefährde: „Wir können nicht in Schönheit sterben, während uns andere Teile der Welt wie China und die USA links und rechts überholen.“ Die Summe der Auflagen führe dazu, dass der Standort Europa an Wettbewerbsfähigkeit verliere, Industriebetriebe abwandern würden und Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

Digitaluni als Hoffnungsträger
Univ.-Prof. Dr. Stefanie Lindstaedt, Gründungspräsidentin der neuen Digitaluniversität IT:U, präsentierte an diesem spannenden Diskussionsabend ein klares Ziel: Sie will Linz zum europäischen Zentrum für digitale Transformation machen. „Unsere Lehrenden kommen aus den USA, Japan oder Italien – wir bauen hier eine Uni mit internationalem Anspruch auf.“ Bis 2030 sollen rund 1.000 Studierende ausgebildet werden, die die Wirtschaft und Industrie mit Digitalisierungsexpertise versorgen.

Hajart: „Nicht jammern, sondern anpacken“
Gastgeber und Vizebürgermeister Martin Hajart forderte mehr Mut zur Veränderung: „Wir müssen endlich aufhören zu jammern und anfangen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.“

Er sieht Linz als „Laborstadt“ für neue Technologien – von Urban Mobility bis zu Start-up-Ökosystemen. Sein konkreter Vorschlag: „Ökosysteme“ von 20 bis 30 Start-ups rund um Hochschulen anzusiedeln – mit einem klaren Ziel: „Bis 2050 soll Linz der KI-Hotspot Europas sein.“

Bäckerei als Beispiel für bodenständigen Erfolg
Mitten im globalen Wandel setzt Unternehmerin Helga Honeder erfolgreich auf regionale Stärke: „Es genügt aber nicht, nur ein guter Bäcker zu sein – man muss auch ein guter Kaufmann sein.“ Helga Honeder weiß, wovon sie spricht. Denn als genau dieser „weibliche Kaufmann“ der traditionsreichen Naturbackstube Honeder hat sie die Finanzen des mittelständischen Unternehmens mit 30 Standorten fest im Griff – ein seit mehr als 130 Jahren in fünfter Generation bestehender Betrieb mit mittlerweile 320Mitarbeitern. Honeder schilderte auch die Herausforderung, entsprechendes Personal zu finden, und forderte etwa für Drittstaatsangehörige einen leichteren und schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt.

 

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