• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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Bürgermeister Klaus Luger fixiert 20. Städtepartnerschaft in Japan

11. Juni 2016
in Linz
Bürgermeister Klaus Luger

Bürgermeister Klaus Luger

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Die Stadt Linz hat bislang 19 Partnerstädte in 16 Ländern. Dieser Tage wird der 20. Partnerschaftsvertrag mit der japanischen Stadt Nasushiobara unterzeichnet. Aus diesem Grund weilt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger derzeit in Japan.

„In Zukunft liegt unsere Intention vor allem bei der Qualität der Beziehungen. Einerseits wollen wir bestehende Partnerbeziehungen pflegen. Andererseits wollen wir vor allem durch gemeinsame Projekte Kontakte mit anderen Städten knüpfen“, so Bürgermeister Klaus Luger. Das Stadtoberhaupt ist derzeit auf „Staatsbesuch“ in der japanischen Stadt Nasushiobara, um dort einen Partnervertrag zu unterzeichnen – es ist die bereits 20. City, mit der Linz diese Art der Zusammenarbeit beschließt. Nasushiobara wird somit die 20. Partnerstadt. Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ): „Jetzt ist Linz überdurchschnittlich gut vernetzt. Viel wichtiger ist aber, was dann unter dem Strich dabei herauskommt.“

Das futuristische Logo der Stadt Nasushiobara
Das futuristische Logo der japanischen Stadt Nasushiobara

Halb so viele Einwohner, sechsmal so groß wie Linz
Aktuell leben in der Stadt im Osten Zentraljapans 117.500 Einwohner auf einer Fläche von 592 Quadratkilometern. Verglichen mit Linz bevölkern etwa halb so viele Menschen ein fast sechs Mal so großes Stadtgebiet. Die neue Partnerstadt liegt 9.300km Luftlinie von Linz entfernt und befindet sich nur 102km von Fukushima, das von den Auswirkungen des Reaktorunglücks im Jahr 2011 schwer betroffen war.

Reger Schüleraustausch Linz-Japan
Die Verbindungen zwischen Nasushiobara und Linz gehen auf persönliche Beziehungen der Familie Salm-Reiffenscheidt aus Steyregg zurück. Der Ururgroßvater von Herrn Salm-Reiffenscheidt, Herr Shuzo Aoki, war der erste japanische Student im deutschsprachigen Raum. Niklas Salm vermittelte im Jahr 2005 einen SchülerInnenaustausch zwischen Linz und Nasushiobara. Seitdem findet ein regelmäßiger Austausch mit Schülern des Europagymnasiums Auhof und japanischen Schulen statt. Ziele dieses Austausches sind das Kennenlernen der österreichischen Kultur, der kulturelle Austausch, die Sprachförderung und das Fördern von Freundschaft und gegenseitigem Verständnis.
Im Laufe der vergangenen Jahre haben sich die Kontakte zwischen Linz und der japanischen Stadt intensiviert. 2014 besuchte eine Delegation aus Nasushiobara das Brucknerfest mit dem Wunsch, auch auf wirtschaftlicher Ebene zu kooperieren. So ist Linz in Japan besonders als Sitz von Unternehmen mit Weltgeltung, wie die voestalpine oder Plasser & Theurer, ein Begriff. Nasushiobara ist ein Zentrum industrieller Fertigung und Sitz von Großbetrieben.

Bis dato 19 Städtepartnerschaften
Den japanischen „Neuzugang“ nicht mitgerechnet, pflegte Linz bislang 19 Städtepartnerschaften auf vier Kontinenten. Die Kontakte reichen vom russischen Nishnij Nowgorod, über das türkische Eskişehir und das chinesische Chengdu bis nach San Carlos in Nicaragua. Mit den Partnern verbindet Linz eine Vielzahl an Kooperationen, etwa bei Umweltschutz, Medizin oder Technik. Die Idee, Städtepartnerschaften einzugehen, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vom Europarat aufgegriffen. Linz schloss sich damals dieser Initiative an und begründete vor 34 Jahren mit Halle an der Saale die erste Partnerschaft. Die ursprüngliche Intention war laut Vertrag „die Normalisierung der Beziehungen zwischen der DDR und Österreich, ein Beitrag zu Frieden und Völkerfreundschaft sowie gegenseitiges Studium der Arbeits- und Lebensbedingungen der Werktätigen“.

Partnerstädte von Linz
Halle an der Saale / Deutschland (seit 1975, erneuert 2005)
Gabès / Tunesien (seit 1977)
Saporoshje / Ukraine (seit 1983)
Chengdu / China (seit 1983)
Budweis / Tschechien (seit 1987, erneuert 1994)
Linz am Rhein / Deutschland (seit 1987)
Kansas City, Kansas / USA (seit 1988)
San Carlos / Nicaragua (seit 1988)
Gwangyang / Südkorea (seit 1991)
Modena / Italien (seit 1992)
Nishnij Nowgorod / Russland (seit 1993)
Norrköping / Schweden (seit 1995)
Linköping / Schweden (seit 1995)
Tampere / Finnland (seit 1995)
Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin / Deutschland (seit 1995)
Albufeira / Portugal (seit 2008)
Eskişehir / Türkei (seit 2011)
Braşov / Rumänien (seit 2011)
Tuzla / Bosnien-Herzegowina (seit 2014)

Freundschaftsstädte:
Passau / Deutschland (Kontakte seit 1992)
Ulm / Deutschland (Kontakte seit 1989)
Dunaújváros / Ungarn (Kontakte seit 1990)
Lom / Bulgarien (Kontakte seit 2004)

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