Spätestens wenn die ersten bunten Blüten in den Linzer Parks und Grünanlagen erscheinen, ist der Frühling offiziell in der Stadt angekommen. Die städtischen Gärtnerinnen und Gärtner starten in diesen Tagen die große Frühjahrspflanzung: Rund 65.000 Frühlingsblumen werden in den kommenden zweieinhalb Wochen im gesamten Stadtgebiet gesetzt.
Zum Einsatz kommen vor allem robuste und farbenfrohe Klassiker wie Stiefmütterchen und Hornveilchen, ergänzt durch Gänseblümchen (Bellis), Vergissmeinnicht, Goldlack, Tulpen und Narzissen. Alle Pflanzen stammen aus den stadteigenen Gewächshäusern auf dem Froschberg, wo sie unter optimalen Bedingungen vorgezogen wurden. So entsteht ein stimmiges, nachhaltiges und bienenfreundliches Blütenmeer in Parks, an Plätzen, entlang von Straßenzügen und in den großen Beeten – darunter auch die prominenten Flächen am Hauptplatz.

Der Startschuss für den botanischen Frühlingszauber passt perfekt zur Natur: Am kommenden Freitag, 20. März 2026, beginnt um genau 21:24 Uhr der astronomische Frühling auf der Nordhalbkugel. Die Sonne überquert dann den Himmelsäquator von Süd nach Nord – es ist Tag- und Nachtgleiche. An diesem Tag scheint die Sonne in Linz von ca. 6:15 Uhr bis 18:15 Uhr, und jeden Tag wird es derzeit um etwa vier Minuten länger hell.
Keine Frage: Wunderschön anzuschauen sind sie ja, die tausenden Blumen, aber die ökologisch völlig fragwürdige Aktion stößt auch auf Widerstand: Alle Jahre wieder kauft und zieht die Stadtgärtnerei 65.000 Blumenzwiebeln in der eigenen Gärtnerei, die dann überall in der Stadt per Hand eingepflanzt und nach wenigen Wochen wieder entsorgt werden, ehe sich das Spiel bis zum Sommer noch zweimal wiederholt. Die Forderungen nach einer nachhaltigen Bepflanzung ohne diesen enormen Material- und Personalaufwand blieben heuer erneut ungehört.
„Die Frühjahrspflanzung ist für viele Linzerinnen und Linzer das sichtbare Zeichen, dass der Winter vorbei ist“, freut sich das Team der Stadtgärten. „Die bunten Beete bringen nicht nur Farbe, sondern auch gute Laune in die Stadt – und laden zum Spazierengehen, Verweilen und Fotografieren ein.“
















