Vor rund 15 Jahren war Linz eine kleine Hochburg des internationalen Beachsoccer. Im Donaupark in Urfahr wurde ab 2007 bis 2017 mehrmals der „Beach Soccer Nations Cup“ ausgetragen – eines der damals bedeutendsten Turniere Mitteleuropas. Dafür entstand direkt an der Donau eine große Sandarena, in der Nationalteams aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und der Schweiz um den Turniersieg kämpften. Diese glorreiche Zeit ist längst vorbei, jetzt könnten auch die Reste der ehemaligen Beachsoccer-Arena an der Donau verschwinden.
Die damalige Linzer Stadtpolitik stand dem Beachsoccer-Projekt sehr positiv gegenüber und unterstützte den Nations Cup aktiv. Das Turnier wurde als internationales Aushängeschild für die Sportstadt Linz und als Belebung des Donauparks präsentiert. Die Stadt stellte die Infrastruktur zur Verfügung und unterstützte die Veranstaltung auch finanziell im Rahmen ihrer Sportförderung. Ziel war es, Linz als Beachsoccer-Hochburg zu etablieren – manche glaubten, der Sport würde weltweit seinen Siegeszug antreten. Dazu kam es jedoch nicht.

Besonders spektakulär verlief die Ausgabe 2011: Österreich stand im Finale gegen Ungarn, musste sich nach einem packenden 3:3 erst im Penaltyschießen geschlagen geben. Tausend Besucher sorgten an jedem der beiden Turniertage für eine sensationelle Atmosphäre. Rund um den Beachsoccer-Sandplatz neben der VOEST-Brücke standen Stahlrohrtribünen (vom alten Paschinger Stadion geliehen) und vermittelten eine Stadionatmosphäre nach dem Vorbild großer Beachvolleyball-Turniere. Österreich erreichte auch 2010, 2016 und 2017 – bei der letzten Ausgabe – das Finale. 2016 ging’s besonders exotisch zu: Die Bahamas waren mit dabei und erreichten das kleine Finale.
Doch das Interesse am Beachsoccer versandete mehr und mehr. Keine Stars, sondern alternde Kicker aus der zweiten und dritten Reihe waren die Aushängeschilder der Nationalteams. Zudem war die Verletzungsgefahr beim Barfußkick auf Sand enorm hoch. Heute, neun Jahre nach der letzten Auflage, erinnert nur noch das Sandgeviert mit den beiden Toren zwischen Eisenbahn- und VOEST-Brücke an diese Zeit. Während die nahe gelegenen Beachvolleyballplätze intensiv genutzt werden, steht der Beachsoccer-Platz so gut wie immer leer. Kein Wunder, dass nun darüber nachgedacht wird, hier ebenfalls mehrere Beachvolleyballplätze zu errichten.















