Eine jahrzehntelange Schwachstelle im Linzer Rad- und Fußwegenetz soll verschwinden: Am 14. September starten die Bauarbeiten für die neue Rampe zwischen Nibelungenbrücke und Donaupark. Ab Juli 2027 sollen Radfahrer und Fußgänger damit direkt und barrierefrei von der Brücke zum Lentos und ans Donauufer gelangen.
Vor allem die bisher notwendige Querung der stark befahrenen Unteren Donaulände soll damit der Vergangenheit angehören. Die neue Rampe beginnt rund 60 Meter westlich des Lentos und führt von dort hinauf zum südlichen Widerlager der Nibelungenbrücke.
Die Stahlkonstruktion wird 122,7 Meter lang und zwischen 3,50 und 3,90 Meter breit. Auf dieser Strecke werden 5,31 Höhenmeter bei einer Steigung von rund 4,3 Prozent überwunden. Die bestehende Zufahrt von der Unteren Donaulände wird in mindestens 4,50 Metern Höhe überquert.

3,4 Millionen Euro für neue Verbindung
Der Kostenrahmen beträgt 3,4 Millionen Euro, finanziert wird das Projekt gemeinsam von Stadt Linz und Land Oberösterreich. Der Gemeinderat gab dafür Anfang Juli grünes Licht. Die Bauarbeiten beginnen mit der Fundamentierung mittels Mikropfählen. Ab Jänner 2027 folgen Arbeiten an der Tragkonstruktion, bis Juli 2027 soll die neue Verbindung fertig sein.
Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf den Donaupark gelegt: Die Rampe schlängelt sich zwischen den bestehenden Bäumen hindurch, sodass der markante Baumbestand weitgehend erhalten werden kann. Beleuchtete Handläufe und ein rutschfester Belag komplettieren die Konstruktion.
Radverkehr in Linz boomt
Die neue Lentos-Rampe trifft auf einen regelrechten Radfahr-Boom in Linz. Besonders eindrucksvoll ist die Entwicklung am neuen Donauradweg Richtung St. Margarethen: Von Mai bis Juli wurden dort 30.815 Radfahrer gezählt – ein Plus von 71,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch auf den Donaubrücken geht es kräftig nach oben: Auf der Nibelungenbrücke stieg der Radverkehr um 18,4 Prozent, auf der Eisenbahnbrücke um 22,6 Prozent. Dort wurde im Juli mit 102.410 Radlern erstmals die Marke von 100.000 in einem einzigen Monat geknackt. Die Zahlen zeigen: Wo attraktive und sichere Verbindungen geschaffen werden, werden sie auch genutzt.
















