• 😂 „Niemand sagt URFIX!“
Monty Python hätte seine Freude gehabt: In ‚Das Leben des Brian‘ durfte man ‚Jehova’ nicht sagen – in Linz war es eine Zeit lang offenbar „Urfix“. Wie das?

Eine Privatperson hatte sich den Begriff als Wortmarke gesichert. Vizebürgermeister Martin Hajart machte dem Spuk ein Ende: Die Stadt meldete ‚Urfix’ selbst als Marke an und bekam nun vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) Recht.

🪨 Also liebe Linza: Ihr dürft wieder „URFIX“ sagen! Und wer es dreimal hintereinander ruft, wird nicht gesteinigt – sondern bekommt höchstens Durst auf ein Bier. 🍺😂

👉 www.linza.at/jetzt-darf-wieder-jeder-urfix-sagen/
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Linz und seine Baustellenplanung …

22. August 2026
in Linz, Meinung
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Kann man Baustellen in der Linzer Innenstadt nicht wenigstens halbwegs an die Bedürfnisse der Menschen, der Wirtschaft und der Besucher anpassen? Ein offensichtlich unmögliches Unterfangen in der Landeshauptstadt…

Besonders augenscheinlich ist die Situation derzeit am Martin-Luther-Platz an der Landstraße. Seit Wochen ruhen die Arbeiten an der Umgestaltung. Weder Bauarbeiter noch irgendeine Aktivität ist zu sehen. Baustellengitter prägen den Platz – und machen mehreren Gastronomiebetrieben ausgerechnet während der wichtigen Gastgartensaison das Geschäft zunichte. Die Fertigstellung zieht sich hin wie ein Strudelteig und soll erst im Oktober erfolgen. Also dann, wenn die Gastgartensaison praktisch vorbei ist.

Schön langsam wächst sogar schon Gras drüber: Die Baustelle am Lutherplatz an der Landstraße ruht seit Wochen.

Die im April begonnenen Bauarbeiten hätten bis zum Sommerbeginn durchgezogen werden können, wären nicht stösdnif rage-, oder wie jetzt wochenlange Pausen eingezogen worden. Wer einen derart zentralen Platz mitten in der Innenstadt umgestaltet, sollte eigentlich ein Interesse daran haben, die Einschränkungen für Gastronomie, Handel und Passanten so kurz wie möglich zu halten. Dass Baumpflanzungen nicht mitten im Sommer (Hitzestress) erfolgen, ist klar. Aber alles andere hätte man erledigen und die Bauzäune auf ein Minimum reduzieren können.

Wasserspiel fertig – Bauzäune blieben
Ein ähnliches Bild bot sich beim Entree des Volksgartens. Auch dort starteten die Arbeiten vergleichsweise spät. Zwischen Fertigstellung und Eröffnung waren dann – laut Anrainern seit Mitte Juli – somit fünf Wochen lang – keine Bautätigkeiten mehr zu beobachten. Als die Anlage augenscheinlich bereits fertiggestellt war, blieben die Bauzäune stehen – bis vor wenigen Tagen, als die obligatorischen „Politiker-Eröffnung-bitte-lächeln-Fotos“ geschossen und ausgesendet wurden. Der Baubeginn für das Volksgarten-Entree erfolgte völlig sinnbefreit erst am 1. Juni. Die mit dem Projekt einhergehende Kühlung der Umgebung mit einem Nebelspiel fiel somit für den gesamten Sommer flach, im Herbst kann der echte mit dem künstlichen Nebel konkurrieren.

Das neue kühlende Wasserspiel wurde somit erst Mitte August eröffnet – zu einem Zeitpunkt, als die großen Hitzeperioden dieses Sommers bereits vorbei waren – eröffnet. Rund um die Verzögerung machte deshalb sogar das (sich zuletzt verfestigende) Gerücht die Runde, mit der Eröffnung sei zugewartet worden, weil während der Urlaubszeit die politische Prominenz für den offiziellen Eröffnungstermin fehlte. Belegt ist das nicht – doch allein, dass solche Spekulationen entstehen, zeigt das vorhandene Kommunikationsproblem.

Baustellen ausgerechnet zur Gastgartensaison
Auch auf der Landstraße sorgten Bauarbeiten in den vergangenen Jahren immer wieder für Kopfschütteln. Statt notwendige Arbeiten nach Möglichkeit in frequenzschwächere oder Übergangszeiten zu legen, wurde wiederholt mitten im Sommer gebaut – genau dann, wenn Gastgärten Hochsaison haben und besonders viele Besucher und Touristen in der Innenstadt unterwegs sind.

Natürlich lassen sich Baustellen nicht vermeiden. Leitungen müssen erneuert, Plätze umgebaut und Straßen oder Gleise saniert werden. Was völlig außer acht gelassen wird: Wann wird gebaut, wie schnell wird gebaut und wie gut werden Projekte koordiniert und abgewickelt?

Es scheint, dass in Linz die eine Hand nicht weiß, was die andere tut. Die Rücksicht auf Anrainer, Gastronomen, Geschäftsleute und Besucher gerät zur Nebensache – nicht immer, aber immer öfter. Gerade durch den Klimawandel wäre es kein Problem, solche Projekte auch im Winter bzw. bereits im Februar oder März zu starten – und nicht erst im April, Mai oder noch später.

Dabei wäre eine bessere Baustellenkoordination wohl die billigste Form der Innenstadtförderung: zügig bauen, Stillstandszeiten vermeiden und Termine so wählen, dass die Beeinträchtigungen möglichst gering bleiben – und Eröffnungen dann vollzogen werden können, wenn die Menschen auch etwas davon haben.

Dass es anders geht, zeigt die Umgestaltung der Uferkante beim Jahrmarktgelände: Baubeginn im Spätherbst 2026, Eröffnung im Frühjahr 2027 – ideal zum Start der warmen Jahreszeit.

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