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    Wird das noch was in der Ferihumerstraße, Herr Bürgermeister?

    16. Oktober 2022
    in Linz, Politik
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    Was ist da los in der Ferihumerstraße? Nachdem der erst seit heuer dafür zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) nach Jahren des Stillstandes ein Durchfahrtsverbot umsetzte, entzog ihm Bürgermeister Klaus Luger das Projekt und machte es plötzlich zur Chefsache. Lugers Vorwurf: Die bauliche Sperre für den Durchzugsverkehr sei zu gefährlich. Dabei hatte Luger selbst für genau diese Lösung mit einem Postwurf und Plakaten geworben, aber nicht umgesetzt. Jetzt, als sein politischer Konkurrent zur Tat schritt, passt es wieder nicht.

    Groß war die Freude der Anrainer in der vielbefahrenen Ferihumerstraße, als Klaus Luger bereit vor Jahren erstmals versprach, die Ferihumerstraße für den Durchzugsverkehr zu sperren: „Dafür soll auf Höhe des Peuerbach-Gymnasiums die Durchfahrt unterbrochen werden“, hieß es auf einer Postwurfsendung und Plakaten, die eigens für die Bewohner der Ferihumerstraße angefertigt und verteilt wurden.

    (Grafik/Postkarte: SPÖ Linz)

    „Verkehrsschilder reichen nicht! Sperre für Durchzugsverkehr umsetzen!“ Sogar eine eigene Homepage wurde gestaltet, um über das Projekt zu informieren.
    Mehr noch: Luger und die SPÖ wollten damals sogar die Straßenbahn in die Friedrichstraße verlegen, um so mehr Platz für den Pendlerverkehr zu schaffen, der damit über die Rudolfstraßen-Kreuzung geradeaus weiter Richtung Ferihumer-und Wildbergstraße fließen sollte. Was Luger bei dieser Idee übersah: Damit hätte die Straßenbahntrasse den Autoverkehr über die Nibelungenbrücke nicht einmal, sondern zweimal innerhalb von 100 Metern gekreuzt, ein Verkehrschaos samt endlosen Staus wäre wohl die Folge gewesen.

    Der Luger-Plan für die Ferihumerstraße: Der Pendlerverkehr aus Puchenau soll geradeaus weiter Richtung Ferihumer- und Wildbergstraße geführt werden, die Straßenbahn wird von der Ferihumer- in die Friedrichstraße verlegt und würde damit die Hauptstraße zweimal innerhalb von 100 Metern kreuzen. Ein Verkehrschaos mit endlosen Wartezeiten auf der Nibelungenbrücke wäre wohl die Folge. (Grafik: SPÖ Linz)

    Alleine: Es passierte einmal mehr nichts, obwohl sich die Situation mit dem Durchzugs- und Pendlerverkehr weiter verschlimmerte. Warum Luger – obwohl er als Bürgermeister sein Versprechen jederzeit hätte verwirklichen können – über all die Jahre untätig blieb, ist nicht nur den Anwohnern ein Rätsel.

    Bereits vor Jahren versprochen: „Ferihumerstraße soll vom Durchzugsverkehr befreit werden.

    Jetzt will Luger doch aktiv werden – und eine Ampelanlage bei der Haltestelle Ferihumerstraße errichten, damit die Autos bei der Durchfahrtsperre „gefahrlos“ wenden und die Straßenbahngleise überqueren können. Wegen der Zebrastreifen und den beiden Haltestellen fahren sowohl Bim als auch Autos in diesem Bereich schon jetzt sehr langsam. Das ist auch der Grund, warum die dortige Umkehrstelle seit Jahrzehnten sehr gut funktioniert, laut Nachfrage bei der Polizei gab es hier nie eine nennenswerte Unfallhäufung. Offen ist aber nach wie vor, wann die ‚Luger-Ampel‘ kommt. Der 11. November wäre ein passender Termin.

    Kommentar
    Es ist ein Trauerspiel, was da in der Ferihumerstraße passiert – oder besser gesagt nicht passiert. Klaus Luger hätte die letzten sieben Jahre alle Zeit der Welt gehabt, endlich die oft geforderte und noch öfter versprochene Verkehrsberuhigung samt Durchfahrtsperre – etwa mit versenkbaren Pollern – umzusetzen. Er beließ es aber bei Plakaten, Versprechungen, Postwürfen und dem Hinweis, dass ja eigentlich der jeweilige Verkehrsreferent zuständig sei. Wenn Luger diesem dann aber in die Parade fährt und das Projekt an sich reißt, wird’s peinlich.
    Man darf gespannt sein, was nun von Luger und vor allem wann umgesetzt wird. Ausreden, Versprechungen und allerlei seltsame Ideen gab es bis jetzt mehr als genug.

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