• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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„Linz braucht echte Lösung für Fernbusse“

Statt Dixiklo-Haltestellen in der Industriezeile braucht es einen Standort im Zentrum.

26. März 2026
in Freizeit, Linz, Politik, Unterwegs
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Statt der aktuell vorhandenen provisorischen Haltestellen ohne Dach oder WC fordert LinzPLUS eine zentrale, gut erreichbare Lösung für Fernbusse nahe dem Hauptbahnhof. Auf den geplanten Busbahnhof in der Post City zu warten, sei keine Option – 10 bis 15 Jahre Stillstand wären viel zu lang, so Gemeinderätin Brita Piovesan. Und der bestehende Fernbus-Stopp bei der Industriezeile ist nicht nur völlig weg vom Schuss, sondern auch ein Schandfleck ohne jede Infrastruktur.

„Wir haben keine Zeit, 15 Jahre auf einen Busbahnhof zu warten – Linz braucht jetzt eine praktikable Übergangslösung nahe dem Bahnhof“, sagt Brita Piovesan von LinzPLUS. Derzeit halten Fernbusse in Linz entweder in der Industriezeile oder beim Wissensturm – beides Standorte mit massiven Mängeln: keine Sitzgelegenheiten, kein Witterungsschutz, kein WC. Zudem fällt der Wissensturm-Standort durch die Westring-Baustelle bald weg, während die Industriezeile zu abgelegen und unattraktiv bleibt.

Brita Piovesan vor dem möglichen neuen Standort einer zeitgemäßen Fernbushaltestelle. (Foto: LinzPLUS)

„Dort weiter zu ‚verschlimmbessern‘ ergibt keinen Sinn“, sagt Piovesan. „Im Umfeld des Bahnhofs gibt es mehrere geeignete Flächen, die wir für ein gutes Provisorium nutzen können.“ Bereits im September 2025 brachte LinzPLUS einen Antrag für attraktive und barrierefreie Fernbushaltestellen ein. Die schlechten Zustände wurden im Gemeinderat auch bestätigt. Zwar werden zentrale Standorte geprüft, gleichzeitig steht aber der Vorschlag im Raum, die Industriezeile mit einem Dixi-Klo und einer Infotafel zu „verbessern“. Das ist aber keine zukunftstaugliche Lösung.

„Da der Busbahnhof in der Post City frühestens in einem Jahrzehnt kommen wird, müssen wir vorher handeln. Eine zentrale Zwischenlösung beim Bahnhof ist günstig umzusetzen und für tausende Reisende eine enorme Verbesserung – auch für das Image von Linz als Tourismusstadt“, so Piovesan.

Innerhalb von 300 Metern rund um den Hauptbahnhof gäbe es mehrere geeignete Plätze für 5–6 Busstände – etwa bei der alten Post, in der Wienerstraße, Kärntnerstraße oder Weingartshofstraße. Besonders das Areal bei der alten Post wäre laut LinzPLUS ideal: zentral gelegen, gut erreichbar und schnell an die Autobahn angebunden: „Fernbusse gehören dorthin, wo Menschen ankommen und weiterreisen – in die Bahnhofsnähe. Genau darauf sollte Linz jetzt den Fokus legen.“

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