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Wimmer zur Flüchtlingsfrage: „Nur mit FPÖ-Stimme bricht kein Chaos aus“

26. September 2015
in Politik
Der Stadtrat und FPÖ Linz-Listenerste Detlef Wimmer

Der Stadtrat und FPÖ Linz-Listenerste Detlef Wimmer

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Positive Stimmung bei der Linzer FPÖ wenige Stunden vor der Wahl, trotz guter Umfragewerte warnt Stadtrat Detlef Wimmer aber: „Umfragen sind das eine. Nur wer am Sonntag FPÖ wählt, stellt sicher, dass nach der Wahl nicht alle Dämme brechen. Nur eine Stimme für die FPÖ verhindert die Öffnung der Kaserne Ebelsberg und die Einrichtung anderer großer Flüchtlingslager mitten in der Stadt.“

Bis dato haben Linz, Oberösterreich und Österreich die Flüchtlingskrise ganz gut gemeistert. Warum also Ihre massive Kritik?
Nahostexperten und alle Menschrechtsorganisationen sind sich einig: Wir stehen erst am Anfang einer gewaltigen Flüchtlingswelle. Bereits jetzt können wir die Vielzahl an Menschen nicht mehr ordentlich unterbringen. Und es kommen noch zehnmal mehr, als jetzt schon hier sind. Jeder weiß, dass sich das nicht ausgeht, aber keiner spricht es an – außer die FPÖ.

Stadtrat und FPÖ Linz-Listenerster Detlef Wimmer
Detlef Wimmer: „Bereits jetzt beträgt die Wartezeit für eine GWG-Wohnung zweienhalb Jahre“

Die ÖVP forderte ja bereits mehrfach die Öffnung der Kaserne Ebelsberg für die Flüchtlinge, Bürgermeister Klaus Luger hat das aber abgelehnt.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Linzer SPÖ auch die Kaserne Ebelsberg öffnet und wir ein zweites Traiskirchen direkt vor der Haustüre haben. Wir haben ja bereits gesehen, was Versprechen von SPÖ, ÖVP und Grünen wert sind: Vor wenigen Wochen haben sie noch verkündet, dass es in Oberösterreich kein Flüchtlingslager mit mehr als 100 Plätzen geben wird. Davon ist heute keine Rede mehr.

Die Unterbringung klappt trotz des enormen Andrangs bisher ganz gut.
Ein paar Feldbetten in Turnhallen aufzustellen ist das eine. Aber wo sollen die ganzen Menschen wohnen, wenn sie den Asylstatus in der Tasche haben, aus der Bundesbetreuung entlassen werden und ihre Familien nachholen? Bereits jetzt wartet man bei der größten Linzer Genossenschaft, der GWG, fast zweieinhalb Jahre auf eine Wohnung, selbst wenn man dringenden Bedarf angemeldet hat. Was will man den ganzen Flüchtlingen anbieten? Wohnungen, die es gar nicht gibt? Oder will man diese Menschen in der Warteliste vorreihen? Das halten wir den vielen wartenden jungen Familien gegenüber für verantwortungslos.

Die Forcierung des sozialen Wohnbaus könnte Abhilfe schaffen – wenn auch mit zeitlicher Verzögerung.
Gerade arabische Flüchtlinge kommen oft aus Großfamilien, die aus acht oder mehr Personen bestehen. Solche großen Gruppen benötigen keine kleinen Wohnungen, sondern welche mit 120 Quadratmetern oder mehr. Das ist über den sozialen Wohnbau schlichtweg unfinanzierbar.

Es gibt angeblich auch in Linz sehr viele leerstehende Wohnungen, die man nach deutschem Vorbild enteignen könnte.
Das ist ein Szenario, dass ich Luger & Co. durchaus zutraue, wenn sie am Sonntag den Wählerauftrag dazu erhalten. Abgesehen davon: Wenn das wirklich so ist, muss man sich schon fragen, warum man das nicht schon längst getan hat. Bei der vorhin erwähnten GWG warten über 12.000 Österreicher, großteils Familien, auf eine Wohnung. Für diese Menschen haben SPÖ und ÖVP bisher keinen Finger gerührt. Außerdem würde man den Rechtsstaat mit Füßen treten, wenn man wegen hausgemachter Versäumnisse in der Flüchtlingspolitik Privatwohnungen enteignet und einmal mehr über ‚unsere Leut‘ drüberfährt. Mit uns wird’s das nicht spielen!

Auch der Arbeitsmarkt ist derzeit in Linz sehr angespannt. Wir wird sich die Situation hier weiterentwickeln?
Die Arbeitslosenrate in Linz zeigt auch heuer wieder eine dramatische Entwicklung: Die Zahl der Menschen ohne Job stieg in den letzten zwölf Monaten um weitere 19,8 Prozent. 10.124 Personen waren im August 2015 in Linz arbeitslos, Tendenz weiter stark steigend. Und in dieser Situation strömen jetzt viele weitere Jobsuchende auf den Arbeitsmarkt. In Linz leben 25 Prozent aller Arbeitslosen Oberösterreichs, obwohl nur knapp 14 Prozent der Menschen hier wohnen. Wenn’s so weitergeht, sind Chaos und soziale Spannungen vorprogrammiert.

Ihr Appell für Sonntag?
Nur mit einer starken FPÖ verhindert man, dass in Linz und Oberösterreich das totale Flüchtlingschaos ausbricht – und unsere Standards immer weiter sinken. Großlager oder Vorreihungen bei der Wohnungssuche wird es mit uns sicher nicht geben. Daher gibt es am Sonntag nur eines: Liste 3 – FPÖ wählen!

 

Tags: asylbernhard baierebelsbergFlüchtlingefpöfpö linzkaserne ebelsbergklaus lugerövpspöwimmer
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