„Anhaltende Probleme durch illegale Lagerfeuer, starke Rauchentwicklung und zunehmende Vermüllung rund um den Grillplatz am Pichlinger See sorgen für massiven Unmut“, sagt der Pichlinger Gemeinderat Peter Stumptner zur aktuellen Situation.
„Die Zustände sind den Pichlingern, Erholungssuchenden und Campern nicht länger zumutbar. Selbst ein durchgehender Einsatz von Sicherheitspersonal der LINZ AG oder eine Ausweitung des städtischen Ordnungsdienstes würde das Problem der ständigen Regelverstöße nicht dauerhaft lösen. Hinweisschilder allein sind ohnehin völlig wirkungslos“, so Stumptner. Er verweist dabei auf Vorfälle, bei denen mittlerweile sogar zwischen geparkten Autos gegrillt wird. „Da Kontrollen die Situation nicht nachhaltig beruhigen können, ist die einzig sinnvolle Maßnahme die endgültige Schließung des Grillplatzes am derzeitigen Standort.“
Vor allem die SPÖ blockiere jedoch eine Lösung, so Stumptner: „Die SPÖ muss ihre Blockadehaltung aufgeben und aufhören, diese massiven Probleme kleinzureden. Seit Jahren weisen wir auf diese Missstände hin. Die Stadt muss endlich einen alternativen Standort finden, an dem Anrainer und Badegäste nicht länger gestört werden. Der Pichlinger See muss ein sicheres und sauberes Erholungsgebiet für die Linzer bleiben.“
Kommentar
Man muss es leider so offen ansprechen: Öffentliche Grillplätze haben in Linz und eigentlich ganz Österreich kaum noch eine Chance. Speziell Großfamilien oder andere große Gruppen – meist aus dem arabischen Raum – okkupieren diese Räume sofort nach Bekanntwerden und sorgen oft für Chaos und Wildwest. Nicht selten bleiben Lärm, Rauch, Müll und Konflikte zurück. Viele Menschen möchten sich unter solchen Bedingungen gar nicht mehr zum Grillen niederlassen. Leidtragende sind am Ende all jene, die über keinen eigenen Garten verfügen und auf öffentliche Grillmöglichkeiten angewiesen wären.
Was könnte Abhilfe schaffen? Ein bewirtschafteter Grillplatz mit klaren Regeln, einer Begrenzung der Gruppengröße und – warum eigentlich nicht – einer Kaution oder Gebühr, die bei sauberem Verlassen der Anlage wieder zurückerstattet wird. Solche eingezäunten Grillbereiche könnten mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet werden und würden eine wesentlich bessere Kontrolle ermöglichen.
Ein Steilpass an die Stadtpolitik: Warum schreibt die Stadt eine solche Fläche nicht aus und stellt sie – vielleicht mit einer kleinen Anschubförderung – einem privaten Betreiber zur Verfügung? Das wäre ein interessanter Versuch und könnte sogar ein tragfähiges Geschäftsmodell werden. Nach einem Jahr ließe sich objektiv beurteilen, ob das Konzept funktioniert.
Stattdessen immer wieder neue öffentliche Grillplätze auszuweisen, sie nach wenigen Wochen wegen massiver Probleme wieder zu schließen und anschließend den nächsten Standort zu suchen, an dem sich dieselben Schwierigkeiten wiederholen, ist keine nachhaltige Lösung.













