• ✈️💸 FLUGABGABE?  NUR DIE SPITZE DES EISBERGS!
Über die Flugabgabe wird heftig diskutiert. Dabei ist sie nur ein kleiner Teil des gewaltigen Abgaben-, Gebühren- und Steuerbergs, der Flugtickets verteuert. Sie werden den Kopf schütteln:

🇮🇨 Aktuelles Beispiel Wien-Gran Canaria: Zum eigentlichen Austrian-Flugpreis von 327 Euro kommen satte 137 Euro an Steuern und Gebühren – 42 Prozent obendrauf.

Wie das zustandekommt? Nun: Am Flughafen Wien (und nicht nur dort) gibt es u.a. den Extra-Zuschlag „Infrastrukturentgelt Betankung“: Hier kostet die Nutzung der Tankinfrastruktur extra Geld – zusätzlich zum eigentlichen Treibstoff. Daneben findet sich ein „Infrastrukturentgelt Rampe“ zur Nutzung der Einstiegsrampe. Und hinter dem Kürzel „PRM-Entgelt“ (0,86 Euro pro abfliegendem Passagier) steckt ein weiterer Beitrag, mit dem die Unterstützung von gehbehinderten Reisenden finanziert wird.

Oder das Sicherheitsentgelt („Airport Security“): VIE Airport verlangt 10,52 Euro pro abfliegendem Passagier fürs Taschenkontrollieren – das gilt auch für bereits teils mehrfach kontrollierte Transferpaxe. Bei 200 Fluggästen kommen da gleich mal über 2.000 Euro extra pro Abflug zusammen, die die Airline und am Ende der Passagier extra berappen muss.

🛫 Noch verrückter: Linz–Frankfurt & retour! Das günstigste Ticket kostet 139,99 Euro, die ausgewiesenen Steuern und Gebühren betragen laut Buchungsbeleg aber sogar 143,36 Euro – also mehr als der Ticketpreis selbst. Die Airline verdient da nur mehr an der Subvention, die vom Land OÖ kommt. 🤯
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Weil Linz kein Geld für ein Angebot hatte: Ebelsberger Kaserne geht an die XXLutz-Gruppe

11. Februar 2016
in Politik
Ab sofort in privater Hand: das Kaserngelände Ebelsberg

Ab sofort in privater Hand: das Kaserngelände Ebelsberg

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Na bumm – die Stadt Linz und die gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften schauen beim Kauf des Kasernengeländes Ebelsberg durch die Finger, denn mit der WSF Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe hat ein Privater mit 41 Millionen Euro das beste Angebot gemacht. Linz hatte schlichtweg nicht das Geld, um ein konkurrenzfähiges Angebot zu legen.

35 Hektar Fläche – viermal so viel wie bei der Grünen Mitte – sollen in den nächsten Jahren in Ebelsberg verbaut werden. Doch statt diese städtebauliche Jahrhundertchance zu nutzen, hat Linz geschlafen: 17,2 Hektar der Fläche (das gesamte Kasernengelände) wurden jetzt an die WSF Privatstiftung der XXXLutz Gruppe verkauft: „Eine Katastrophe. Da sieht man, wie sich die Stadt Linz um Bürgermeister Luger überschätzt hat. Er hat komplett geschlafen“, sagt Stadtplaner Lorenz Potocnik zu dieser Entwicklung.

Leere Stadtkassen
Seit zehn Jahren ist bekannt, dass die Kaserne Ebelsberg auf kurz oder lang verkauft wird. Dennoch gab es seitens der Stadt weder eine Arbeitsgruppe noch irgendwelche Planungen. Um selbst mitbieten zu können, fehlte zudem das Geld. „Ein Wahnsinn, das ist das Ergebnis aus zehn Jahren Misswirtschaft, nicht mal die fünf Millionen für ein besseres Angebot hat man noch. Wenn der Bürgermeister sogar im Dezember 2015 selber sagt, die Stadt bietet nicht mit, weil kein Geld da ist, ist das eine persönliche Bankrotterklärung. Ich bin schockiert“, so Potocnik weiter.

Stadtentwicklungsgebiet Ebelsberg: Die rote Fläche im Hintergrund ging um 41 Mio. Euro an eine Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe
Stadtentwicklungsgebiet Ebelsberg: Die rote Fläche im Hintergrund ging um 41 Mio. Euro an eine Privatstiftung der XXXLutz-Gruppe

Visionäre oder Haie?
Offen beibt auch die Frage, warum sich die Stadt nicht bereits im Vorfeld mit dem Bund an einen Tisch gesetzt hat und das Areal stattdessen ganz ohne Qualitätskriterien einfach an den Bestbieter verkauft wurde. Jetzt hat eine (gewinnorientierte) Privatstiftung das vielleicht wichtigste Stadtentwicklungsgebiet der City in Besitz. Potocnik: „Das kann gut oder schlecht sein. Vielleicht sitzen dort ein paar Visionäre und machen was Großes draus. Es ist aber auch möglich, dass das richtig fiese Haie sind, die das Areal filetieren und an den Bestbieter verkaufen.“

Möglich sei auch, das Gebiet viele Jahre lang brachliegen zu lassen und auf eine entsprechende Wertsteigerung zu hoffen. Ähnliche Beispiele dazu gibt es viele, etwa die Fleischmarkthalle neben der Tabakfabrik. Potocnik: „Keine Visionen, kein Plan. Jetzt tapst die Stadt wie ein kleiner Hund hinterher und muss hoffen, dass was G’scheites draus wird.“

 

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