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Kurioses Verwirrspiel um die Eisenbahnbrücke

21. September 2015
in Linz
Gehen oder bleiben: Um den Erhalt der Eisenbahnbrücke wird am 27. September abgestimmt.

Gehen oder bleiben: Um den Erhalt der Eisenbahnbrücke wird am 27. September abgestimmt.

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Während Bürgermeister Klaus Luger davon ausgeht, dass bei einem Wegfall der Eisenbahnbrücke der Verkehr auf Nibelungenbrücke und Autobahnbrücke drastisch steigen würde (je +7.000 PKW pro Tag), glaubt Parteikollegin und Verkehrsreferentin Hörzing, dass von den täglich derzeit 15.000 PKW-Fahrten über die Eisenbahnbrücke 6.000 einfach wegfielen.

Laut Bürgermeister Klaus Luger werden sich bei einer Sperre der Eisenbahnbrücke täglich 7.000 zusätzliche Fahrzeuge auf die Autobahnbrücke ausweichen, täglich 7.000 Fahrzeuge zusätzlich auf die Nibelungenbrücke und 2.000 weitere auf die Steyreggerbrücke. Parteikollegin und Verkehrsreferentin Karin Hörzing kalkuliert hingegen anders: Sie rechnet nur mit 4.000 zusätzlichen Fahrzeugen auf der Autobahnbrücke, 5.000 zusätzlichen Fahrzeugen auf der Nibelungenbrücke und dem weitgehenden Entfall aller übrigen 6.000 PKW-Fahrten. „Besonders kurios mutet es an, dass Hörzing ihr Zahlenwerk zwar Mitte Februar 2015 gegenüber einer Zeitung darlegt, sich in der Ausschuss-Sitzung kommenden Dienstag darüber aber ausschweigen möchte“, sagt ÖVP-Klubobfrau Elisabeth Manhal beim Blick auf die Tagesordnung. Die ÖVP verlangt die unverzügliche Offenlegung des angeblichen Verkehrs-Gutachtens.

Schon einmal hätte die Verkehrsreferentin laut Manhal versucht, die drastischen Folgen eines Abrisses der Eisenbahnbrücke zu verschleiern – und habe mit dieser Linie letztlich Schiffbruch erlitten. Als es darum ging, wie lange Linz bei einem Abriss der Eisenbahn brücke ohne Übergang auf dieser Höhe dastehen würde. „Mittlerweile musste Hörzing zugeben, dass diese Lücke von Herbst 2016 bis mindestens Frühjahr 2019 bestehen würde“, so Manhal. Sie fordert die Verkehrsreferentin daher auf, die nun ins Treffen geführten Verkehrszahlen vorzulegen – insbesondere auch um deren Plausibilität im Vergleich zu den Angaben des Bürgermeisters überprüfen zu können. „Hörzings These, dass bei einer Sperre der Eisenbahnbrücke von den täglich 15.000 PKW-Fahrten urplötzlich 6.000 wegfallen würden ohne sich andere Wege zu suchen, erscheint überprüfenswert, um nicht zu sagen: fragwürdig.“

Die ÖVP wird die Causa in der Sitzung des Verkehrsausschusses am kommenden Dienstag jedenfalls zur Sprache bringen. „Es geht es darum, der Linzer Bevölkerung vor Augen zu führen, was mit dem Abriss der Eisenbahnbrücke verbunden wäre. Nämlich nicht nur der Abriss eines Denkmals, nicht nur eine Lösung die Gutachter als die teurere ausweisen, sondern auch ein jahrelanges Stau-Chaos das deutlich schlimmer werden dürfte als von Hörzing derzeit vorgegaukelt“, glaubt Manhal.

Tags: eisenbahnbrückelugermanhal
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