Linz im April 2026: Leere Flüge, teures Tennis und ungarische Fernwahlhilfe
Einen etwas wackelig, aber dennoch gelungenen Re-Start die Flugverbindung von Linz nach Frankfurt. Weniger als 20 Passagiere waren in den ersten Tagen gebucht – das hat seine Gründe: viele Passagiere haben sich mittlerweile an den Umweg über Wien oder München gewohnt, die gilt es erst zurückzugewinnen. Der neue Flug braucht noch Zeit – und die hat er auch. Das vom Land Oberösterreich zur Verfügung gestellte (Steuer-)Geld in Höhe von 36 Millionen Euro Zuschuss reicht noch bis Ende 2029.
in Kürze wird in Ungarn gewählt. Wahlbeeinflussung gibt es diesmal mutmaßlich nicht nur aus Russland, sondern auch aus dem beschaulichen Linz: Hier schwang sich Lorenz Potocnik von Linzplus (holten 3,2% bei der letzten Wahl) auf, um eine öffentliche Wahl Empfehlung für Orban-Konkurrent Peter Magyar, allerdings selbst viele jahrelang als Orban-Günstling mitschwamm, abzugeben. Ob ich jetzt eine Protestnote aus Russland wegen Wahlbeeinflussung aus Linz gibt? Könnte gut sein.
In Linz verschwanden in den letzten Jahren hunderte Bewohner-Parkplätze in der Innenstadt zu Gunsten von Radwegen, Lastenrad-Abstellplätzen und Baumpflanzungen, in Graz sollen es sogar über tausend gewesen sein. Dort will die ÖVP diese Parkplätze nun zurückholen. In links ist das eher undenkbar, weil sich die schwarzen seit geraumer Zeit als fast militante Radfahrer-Partei zu etablieren versuchen. Zuletzt kehrte man von dieser Position zwar merklich ab, eine echte Neubewertung des Themas fehlt aber.
Diese Woche startet wieder das Ladies Linz Tennisturnier im Design Center. Eine Woche lang spielen Tennis Millionärinnen um eine Million Dollar Preisgeld – dieses wurde erst vor zwei Jahren um das Vierfache erhöht. Man dürfte sich überhoben haben, denn mit klassischen Sponsoren ist das Turnier mittlerweile nicht mehr zu finanzieren, Stadt (300.000 Euro), Land, der Bund und die stadteigene LINZ AG (letztere steuert sogar über 400.000 Euro bei) finanzieren das aufgeblähte Budget.
Weil sich jetzt der Bund von seinem Zahlungen (300.000 Euro) zurückziehen will, ist das Wehklagen groß. Unverständlich, denn wenn sich so ein Event eines privaten, gewinnorientierten Veranstalters mit überschaubaren Zuschauerzuspruch nur mit Steuergeld über Wasser halten kann, läuft etwas verkehrt. Fördern ja – aber nicht mit Steuergeld zuschütten. Jeder kleine Verein, der eine Sportveranstaltung organisiert, kann nicht nur von solchen Summen träumen – ja mehr noch: Er muss jede Ausgabe penibel mit Rechnungen belegen. Und bleibt am Ende des Tages bei der Laufveranstaltung etwas Geld übrig, könnten Stadt und Land sogar die Förderung zurückfordern. Gewinnorientierten GmbHs wie dem LASK, Bau-Weiß Linz oder der Welser Agentur, die das Ladies-Tennisturnier veranstaltet, bleibt das erspart, Gewinne wandern in die Bilanz der Unternehmen.



























