• Dürre-Wüste statt grünem Band: Das etwa 23.000m2 oder etwa drei Fußballfelder  große Dach des Autobahntunnels zwischen Neuromed Campus und dem Wankmüllerhofviertel hat es diesen Sommer ganz besonders erwischt. Das nur etwa 50cm dicke, schattenlose  Erdreich auf der 560 Meter langen Einhausung wurde so richtig durchgegrillt.
In der Vergangenheit gab es bekanntlich immer wieder Vorstöße, die Fläche zu öffnen und urban nutzbar zu machen – als Fläche zum Garteln oder als Sport- und Spielplatz mit Sonnensegeln. Passiert ist bis dato nichts. Gemeinderat und Stadtentwickler Lorenz Potocnik  brachte die Idee bereits 2020 erstmals in den Gemeinderat, blitzte bei den anderen Parteien aber ab. Es wäre das größte derartige Projekt in Europa gewesen. Linz pflanzte lieber in der Innenstadt einzelne Bäume um einen mittlerweile siebenstelligen Betrag. 

Die Einhausung Niedernhart wurde 2005 verwirklicht. Anders als beim angrenzenden Bindermichl-Tunnel wurde damals aber – wohl aus Kostengründen – auf die Möglichkeit einer Begehung, Querung und eine Nutzbarmachung verzichtet, obwohl das Dach mit einer Wiesenfläche bewachsen ist. „Schade, denn in vielen anderen Städten werden genau solche Flächen jetzt urban nutzbar gemacht. Genau an solchen Stellen könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand viel für die „Klimahauptstadt“ herausgeholt werden“, so Linzplus-Propeller Lorenz Potocnik .

Fotos: zVG
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NEOS Linz: „Moderner Gemeinderat mit mehr Transparenz“

20. November 2015
in Politik
Das NEOS-Trio im Linzer Gemeinderat (v.l.): Lorenz Potocnik, Elisabeth Leitner-Rauchdobler und Felix Eypeldauer.

Das NEOS-Trio im Linzer Gemeinderat (v.l.): Lorenz Potocnik, Elisabeth Leitner-Rauchdobler und Felix Eypeldauer.

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Voller Tatendrang und mit einem ganzen Transparenzpaket geht die neue Linzer NEOS-Fraktion in die erste Gemeinderatssitzung. „Wir wollen die Gemeindepolitik so weit wie möglich zu den Bürgern hin öffnen“, sagt Lorenz Potocnik, Fraktionsvorsitzender der NEOS.

„Ein erster kleiner, kostengünstiger aber wesentlicher Schritt ist der Live-Stream und die anschließende Online-Archivierung der Gemeinderatssitzungen. Das ist die Besuchergalerie des 21. Jahrhunderts“, so Lorenz. Als Vorbild dient etwa der Salzburger Gemeinderat, in dem der LiveS-tream seit 2012 Realität ist. NEOS beantragt deshalb eine Überprüfung der Möglichkeiten und Kosten eines Live-Streams.

Der oberste Propeller von NEOS Linz, Lorenz Potocnik.
Der oberste Propeller von NEOS Linz, Lorenz Potocnik.

Veröffentlichung der Kontrollamtsberichte
Als wichtigen Punkt greift NEOS die Veröffentlichung der Kontrollamtsberichte auf. „Das passiert in Wien seit 2009. Linz hat Aufholbedarf. Im Sinne der Verwaltungsmodernisierung und Transparenz ist das ein überfälliger Schritt.“ stellt Felix Eypeltauer, NEOS Mandatar und neuer Vorsitzender des Kontrollausschusses, fest. Einen entsprechenden Antrag werde es in der Gemeinderatssitzung am 3.12. geben.

Sonderkontrollausschuss 2.0
In Sachen Kontrolle und Transparenz gehen die Linzer NEOS einen konsequenten Weg. Der Sonderkontrollausschuss zur Aufarbeitung des SWAP-Skandals soll fortgesetzt werden. „Die Disziplinarakte des ehemaligen Finanzdirektors Penn zeigen Widersprüchlichkeiten in der Frage des Wissensstandes von Ex-Stadtrat Mayr bei Abschluss des SWAP-Geschäfts. Das muss so weit wie möglich aufgeklärt werden.“ sagt Eypeltauer, der als Vorsitzender des Kontrollausschusses auch den Sonderkontrollausschuss leiten wird.

Verständliches Budget und transparenter Schuldenstand
Weitere Schritte in Richtung mehr Transparenz sind für NEOS Linz die Veröffentlichung eines genau aufgeschlüsselten Budgets sowie des Schuldenstandes. „Die derzeitige Veröffentlichung ist unzureichend. Auf offenerhaushalt.at ist beispielsweise für 2014 von einem Schuldenstand von 750 Mio. Euro die Rede, im Wahlkampf ging es um Summen bis zu 2.8 Mrd Euro.“ kritisiert Eypeltauer. “Niemandhat wirklich Klarheit darüber. Dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik angesichts dessen beschädigt ist, ist nachvollziehbar – vor allem vor dem Hintergrund des SWAP-Desasters.“
NEOS Linz wird deshalb einen Antrag einbringen, der eine Aufbereitung des jeweiligen Rechnungsvoranschlags nach Vorbild der Geschäftsberichte börsennotierter Unternehmen vorsieht. Mehr noch als diese hat die Stadt und die Politik ein ureigenes Interesse am Vertrauen und der Information der Bürger. Die Linzer sollen den finanziellen Zustand ihrer Stadt so weit als möglich verstehen können, ohne Experten auf dem Gebiet zu sein. Die Zeit der verschlossenen Türen muss vorbei sein.

facebook.com/neoslinz
facebook.com/potocnik.linz

Tags: NEOSpotocnik
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