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    Nach Red Bull Urteil: Auch Linz drohen Millionenklagen

    2. September 2022
    in verQUERt I Satire
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    13 Millionen Dollar musste Energiesprudel-Hersteller Red Bull in den USA abdrücken, weil der versprochene Effekt des Flügel-Verleihens nicht eintrat. Doch das ist erst der Anfang. Immer mehr mündige Bürger haben die Nase voll von falschen Werbeversprechungen – und ziehen mit Klagen gegen große Unternehmen zu Felde. Auch Linz bleibt nicht verschont, wie die jederzeit seriöse verQUERt-Redaktion in Erfahrung brachte.

    Millionenklage aus Bad Sauerbrunn/Deutschland wegen „LINZ.Verändert“
    Er wurde im Kulturhauptstadtjahr 2009 von den Touristikern als großer Wurf gefeiert – jetzt kommt der Slogan „LINZ.Verändert“ die Stadt möglicherweise teuer zu stehen: Die deutsche Pensionistin Anna Fuchtelberg (67) besuchte mit ihrem Mann Egon (69) kürzlich die Landeshauptstadt. „Ich kam nur wegen des Versprechens, dass Linz verändert. Konkret erhoffte ich mir, dass sich die übelriechenden Inflatulenzen meines Gatten zum Positiven verändern“, murrt Fuchtelberg im Gespräch mit der verQUERt-Redaktion. Das Gegenteil war der Fall: „Durch den übermäßigen Verzehr von Linzer Torte furzt mein Mann jetzt mehr denn je. Ich fühle mich von Linz belogen und bin total enttäuscht.“ Die streitbare Pensionistin brachte am Landgericht Bad Sauerbrunn eine Klage über 23 Millionen Euro ein – wegen „unvorhergesehener Geruchsbelästigung“. Ein Urteil steht noch aus.

    „LT1 – Wir sehen uns“ – sechs Millionen Euro wegen seelischer Grausamkeit?
    Auch der erfolgreiche Privat TV-Sender sieht sich mit einer Millionenklage konfrontiert: Der seh-beeinträchtige Alois Schmalzl hörte im Radio den Slogan „LT1 – wir sehen uns“ und machte sich daraufhin mit dem Taxi sofort auf zum Sendestudio in der Industriezeile. „Ich betrat die Räumlichkeiten, sah aber trotz des Werbeversprechens „Wir sehen uns“ absolut nichts – keine Moderatoren, keine Kameras, einfach garnichts“, so Schmalzl. Wegen des Tatbestandes der „seelischen Grausamkeit“ schaltete sich sogar die UNO ein, die Schmalzls Anwaltskosten übernimmt. Streitwert: sechs Millionen Euro.

    McDonalds Taubenmarkt: 450.000 Euro für „I’m loving it“?
    Die Linzerin Sabine Grünsteidl (23) zog sich als Kind eine Beule am Kopf zu, als ihr Vater einen BigMac (mit Extra Käse) fallen ließ und das kleine Mädchen genau darunter stand. „Seitdem hasse ich McDonalds und wechsle die Straßenseite, sobald irgendwo eine Filiale dieser Kette auftaucht.“ Kürzlich fand sie im Postkasten einen McDonalds-Flyer mit dem Slogan „I’m loving it“. Sabine Grünsteidl ist seit diesem Vorfall nicht mehr arbeitsfähig: „Ich liege nur mehr im Bett und heule, nachts träume ich von einem riesengroßen Pommes, das mich verfolgt und in eine Apfeltasche stecken will“, wimmert Grünsteidl: „Ich liebe McDonalds also auf keinen Fall!“ Ihr Anwalt verklagte die Burgerkette auf Verdienstentgang und fordert die Frühpensionierung seiner Mandantin ein – in Summe wird um 450.000 Euro gestritten.

    LASK: 100 Euro wegen dem „Stolz von Oberösterreich“?
    Auch der Traditionsverein LASK Linz wurde von der Klagewelle erfasst. Bergführer Josef Stranzinger aus Bad Goisern will sich nicht gefallen lassen, dass der LASK sich ganz keck als „Stolz von Oberösterreich“ bezeichnet. „Des is er nit! Der Dochstein is der Stolz von Obaöstarreich, des woaß wohl a jeda Rotzbua!“, geifert der urigen Lederhosenträger Stranzinger, während er zärtlich eine seiner vier Kühe tätschelt. Gottlob ist der Streitwert relativ gering: Stranzinger gäbe sich bereits mit 100 Euro zufrieden, weil’s ihm „um die Ehr'“ geht. Beim LASK will man dennoch hart bleiben. weil man Folgeklagen fürchtet: „Sonst kommt vielleicht einer daher und verklagt uns, weil wir ein „L“ im Wort LASK haben, obwohl wir jetzt ja ein Paschinger Verein sind.“

    Tags: laskLINZmcdonalds
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