Die Verkleinerung der Hundefreilaufzone im Wasserwald Linz sorgt seit ihrer Umsetzung im Frühjahr 2024 für heftige Kritik an der Linzer Stadtpolitik. Die Fläche, auf der Hunde frei laufen dürfen, wurde reduziert und gleichzeitig in Randbereiche verlagert. Gleichzeitig vergaß man bei der ‚Delogierung‘ auf ein Mindestmaß an Infrastruktur am neuen Standort – etwa Sitzbänke oder eine gerade in der warmen Jahreszeit so wichtige Wasserstelle. Doch das soll sich nun ändern: Der Linzer ‚Tierpapst‘ und Spallerhofer Pfarrer Franz Zeiger hat nach vielen Beschwerden nun das Heft in die Hand genommen und will Verbesserungen erreichen.
Um die Wünsche der Hundefreunde optimal umsetzen zu können, ruft er zusammen mit dem LINZA stadtmagazin zu einer gemeinsamen Begehung direkt vor Ort auf – Treffpunkt ist am Freitag, den 8. Mai um 14 Uhr beim Wasserwald-Parkplatz Am Langen Zaun. Alle Hundebesitzer sind herzlich eingeladen, ihre Ideen zur Umsetzung einzubringen: „Die Stadtpolitik und die Linz AG sind offen, Verbesserungen durchzuführen, darum ist es wichtig, dass die Betroffenen ihre konkreten Vorschläge mit einbringen“, so Franz Zeiger, der selbst drei (natürlich brave) Hunde besitzt.

Die für Grünanlagen zuständige Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) hat signalisiert, sich für die Hundebesitzer einzusetzen und Verbesserungen dort, wo sie möglich sind, umzusetzen. Unser Aufruf an alle „Wasserwald-Hundespazierer: „Kommt vorbei, redet mit und verbessern wir so gemeinsam die Aufenthaltsqualität in der Hundefreilaufzone Wasserwald!“
- WANN?
Freitag, 8. Mai um 14 Uhr - WAS?
ca. einstündiger Rundgang zur Festlegung von möglichen neuen Sitzgelegenheiten, Aufenthaltsräumen und Wasserstellen - WO?
Wasserwald-Parkplatz Am Langen Zaun / Ecke Schörgenhubstraße - WER?
Alle, die mit ihren Wuffis (die ebenfalls willkommen sind) die Hundefreilaufzone im Wasserwald nutzen. Anmeldung nicht nötig, einfach hinkommen und mitreden! - Findet auf jeden Fall statt (außer bei Schneefall Hurrikan oder starkem Regen)

Zur Vorgeschichte
Im Mai 2024 verkleinerte die Stadt Linz die beliebte Hundefreilaufzone im Linzer Wasserwald maßgeblich und verlegte große Teile davon ins „Niemandsland“ nahe der Autobahn. Das komplette Herzstück des Wasserwalds mit Wasserstellen und schattigen Sitzbänken fiel aus der Hundezone hinaus, ein echter Ersatz wurde am neuen, verkleinerten Areal aber nicht geschaffen.
Offiziell begründet die Stadt diese Maßnahme mit besserer Ordnung und weniger Konflikten zwischen Parknutzern. „Tatsächliche Beschwerden sind uns allen aber keine bekannt, es hat auch niemand je davon gehört“, so Franz Zeiger. Kritiker sehen in der massiven Verkleinerung vor allem eine einseitige Entscheidung zulasten von Hundebesitzern. Anstatt bestehende Probleme durch mehr Rücksichtnahme oder gezielte Maßnahmen zu lösen, sei schlicht Platz gestrichen worden. Besonders der Umstand, dass die neuen Freilaufflächen weniger zentral und teilweise weniger attraktiv gelegen sind, wird als Verschlechterung wahrgenommen.
Für viele wirkt die Maßnahme wie ein Beispiel dafür, wie Stadtpolitik Nutzungskonflikte nicht moderiert, sondern durch Einschränkungen „löst“. Der Wasserwald steht damit sinnbildlich für eine Entwicklung, bei der Regulierung zunimmt, während der frei nutzbare Raum für einzelne Gruppen schrumpft.


















