„Ich möchte Linz zur führenden KI Region Europas machen, aber es fehlt der politische Konsens dazu, es braucht eine klare KI-Offensive“, sagt Vizebürgermeister Martin Hajart. Aktuell habe Linz die „historische Chance“ dazu, wie der Deal rund um das um eine mittlere dreistellige Millionensumme an den französischen KI-Konzern Mistral AI verkaufte Linzer Start-Up Emmi AI beweist. Die Grundlagen dafür müssten jetzt geschaffen werden, so Hajart. 2.000 KI-Studierende an der JKU würden das Potenzial aufzeigen. Jetzt gehe es darum, die nötigen Flächen und weitere entsprechende Grundlagen zu schaffen: „Schluss mit dem Kirchturm-Denken. Es braucht einen umfassenden KI-Masterplan.“
Hajart outet sich als Fan des umstrittenen und am Ende zurückgestellen IT:U Standorts oberhalb der JKU im Grüngürtel, diesen habe Bürgermeister Prammer im Rahmen der Bürgermeisterwahl 2027 leichtfertig „geopfert“, das würde dem Wirtschaftsstandort Linz nachhaltig schaden. Die neu ausgewählte Fläche beim Biologiezentrum findet Hajart „okay“, das würde auf Dauer aber nicht reichen, weil es auch in Zukunft zusätzliche Flächen zum weiteren Wachstum braucht.
Hajart will daher die ausgeschiedene Fläche nördlich des Science Parks als zukünftiges Entwicklungs- und Erweiterungsgebiet des Universitätsviertels ausweisen. Auch die von Linzplus vorgeschlagene Fläche bei der Freistädterstraße sieht Hajart als mögliches Erweiterungsgebiet: „Dort gibt es zukünftig eine Stadtbahn-Station, die Anbindung und die Nähe zur bestehenden Uni wäre ideal.“
„Die JKU hat in Linz bereits 27.000 Studierende, das entspricht einem Plus von 40% in den letzten zehn Jahren. Die entsprechenden Wohnungen dazu wurden aber nicht gebaut.“
Ebenfalls ein Problembereich bzw. Wachstumhemmnis: der fehlende Wohnraum für die Studierenden. Martin Hajart: „Die JKU hat in Linz bereits 27.000 Studierende, das entspricht einem Plus von 40% in den letzten zehn Jahren. Die entsprechenden Wohnungen dazu wurden aber nicht gebaut“, so Hajart. Die Studentenheime seien „zum Bersten voll“, es brauche einen entsprechenden Bedarfs- und Entwicklungsplan.
Weitere KI-Themenfelder umfassen das Ziel, internationale Start-Ups anzusiedeln und die Attraktivität von Linz als Standort für etablierte Unternehmen zu erhöhen. „Hier gibt es aktuell keine Orgnsiationseinheit, die sich darum kümmert“, so Hajart.
„Die aktuellen Arbeitslosenzahlen in Linz sind ein All Time-High abseits der Corona-Zeit.“
Wie wichtig eine KI-Offensive, die mittelbar auch auf den Arbeitsmarkt wirkt, wäre, zeigt die aktuelle Arbeitslosen-Statistik. Österreichweit sind 7,5 Prozent der arbeitsfähigen Menschen ohne Job, in OÖ sind es 5,1 Prozent, während Linz zuletzt auf 9,2 Prozent explodierte: „Das ist ein All Time-High abseits der Corona-Zeit“, sagt VP Linz-Geschäftsführer Michel Obrovsky. 9.462 Personen waren im April 2026 in Linz arbeitslos, mit den 2.410 Personen, die sich in Schulungsmaßnahmen befinden, liegt die Zahl sogar bei fast 12.000.















