• *VIDEO*: Roncalli - es geht looooos!
Acht Jahre mussten die Linzer warten: Zuletzt gastierte das Circus-Theater Roncalli 2018 in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Nun kehrt der berühmte Zeltpalast zurück an die Donau. Aktuell wird gerade das pompöse blau-weiße Zelt hochgezogen 
Am 13. November steigt die Gala-Premiere - und diesmal gibt es einen besonderen Anlass zu feiern: Roncalli wird 50 Jahre alt. Statt einer nostalgischen Rückschau verspricht Gründer Bernhard Paul eine Jubiläumsshow, die Vergangenheit und Zukunft verbinden soll. 🎡🎪🤡
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Schwarzfahren leicht gemacht?

In den Bussen und Straßenbahnen der Linz Linien gibt es seit Jahren kaum spürbaren Kontrollen

4. Januar 2026
in Freizeit, Linz, Unterwegs
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105 Euro kostet das Schwarzfahren mittlerweile in Linz – allerdings nur, soferne man erwischt wird. Gefühlt gibt es in Linz so wenig Kontrollen wie kaum in einer anderen Stadt. „Ich wurde ich in Linz in den letzten drei Jahren lediglich ein einziges Mal nach meinem Fahrschein gefragt, obwohl ich gut dreimal pro Woche fahre. Ich überlege mittlerweile, ob ich mir überhaupt wieder eine Jahreskarte kaufe, denn es kommt fast schon günstiger, wenn ich dreimal pro Jahr beim Schwarzfahrer ertappt werde“, schreibt uns Userin Sabine M.

„Während in Wien oder München gefühlt weit öfters kontrolliert wird, sind Fahrscheinkontrollen in Linz so häufig wie ein 5.000 Euro-Gewinn bei einem Brieflos. Ich haben seit Jahren ein Megaticket, ohne ein einziges Mal in der Bim danach gefragt worden zu sein“, sagt LINZA-Chefredakteur Wilhelm Holzleitner.

„Auch ich wurde in den letzen beiden Jahren kein einziges Mal kontrolliert, bin aber sicher drei bis viermal pro Woche mit der Bim unterwegs, so Berufspendlerin Jasmine H. „Bei mir waren es in den letzten drei bis vier Jahren genau zwei Kontrollen, ich fahre täglich in die Arbeit“, so Gernot E. aus Ebelsberg. Und Klaus T. aus dem Neustadtviertel: „Ich fahre nur gelegentlich ein bis zweimal pro Woche, kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren überhaupt einmal kontrolliert worden zu sein.“

105 Euro sind in Linz fürs Schwarzfahren fällig – soferne man dabei ertappt wird… (Foto: Redaktion)

Warum seit Jahren wenig bis (fast) gar nicht kontrolliert wird, dürfte in einem Vorfall vor acht Jahren liegen, der österreichweit für negative Schlagzeilen sorgte: Ein 41-jähriger Tiroler wurde bei einer Ticket-Kontrolle bei der Haltestelle Hauptplatz von zwei Mitarbeitern des privaten Kontrolldienstes beschimpft, bedrängt und am Boden fixiert. Der Vorfall zog weite Kreise, weil Passanten den Vorfall filmten und die Polizei verständigten. Die Linz Linien ließen daraufhin 2018 den Vertrag mit der Securitas, die damals 35 Kontrolleure einsetzte, auslaufen. Seitdem sollen die Linz Linien eigene Mitarbeiter einsetzen, diese sind aber genauso selten zu sehen wie Angestellte in einem Baumarkt.

Die letzten von den Linz Linien veröffentlichten Zahlen in Sachen Schwarzfahrer stammen aus dem Jahr 2017 – und damit knapp vor dem erwähnten Vorfall. 42.000 Fahrgäste seien damals (bei insgesamt 1,4 Mio. beförderten Personen) auf frischer Tat ertappt worden. Mittlerweile (2025) sind es 107,2 Millionen Fahrgäste, die Linz Linien fuhren im abgelaufenen Jahr 225 Mal rund um die Erde oder 23mal zum Mond. Im Schnitt wurden 290.000 Fahrgäste täglich befördert, Zahlen über ertappte Schwarzfahrer werden seit 2018 nicht mehr veröffentlicht…

Kommentar
Wer öfters zum Beispiel in Wien mit den Öffis unterwegs ist, weiß: Dort wird’s ungemütlich, wenn man ohne Fahrschein reist, weil es viele Kontrollen gibt. 4,9 Millionen Mal wurde dort im Vorjahr nach dem U-Bahn- oder Bimticket gefragt. In Linz sind Kontrollen hingegen gefühlt ausgestorben: Egal, wen wir gefragt haben, niemand konnte uns von regelmäßigen Kontrollen berichten.

Offensichtlich hat man bei den Linz Linien wenig Lust, Fahrscheine zu kontrollieren, weil man negative Schlagzeilen wie 2018 befürchtet – gerade die entsprechende „Zielgruppe“ der Schwarzfahrer neigt bekanntlich dazu, rabiat zu werden, um sich zu schlagen oder zu flüchten.

Und im Social Media Zeitalter ist es nicht mehr weit zu unbequemen Passanten-Videos, die diese Vorfälle dann am Handy festhalten. Dann lieber gar nicht kontrollieren und eine Ruh‘ haben ? Sorry, aber das kann’s auch nicht sein, weil sich dann jeder brav zahlende Jahreskartenbesitzer veräppelt fühlt….

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